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  Andrologie

Information zu Penetrak
(Bestimmung der Penetationsfähigkeit von Spermatozoen in Zervikalmucus)



Ungewollte Kinderlosigkeit läßt sich zu etwa 50 % (entweder ausschließlich oder zusätzlich zu Fertilitätsstörungen der Frau) auf eingeschränkte reproduktive Funktionen des Mannes zurückführen.

Bei der Abklärung der Ursachen männlicher Sterilität nimmt die Untersuchung des Spermas eine zentrale Stellung ein.

Dabei wird die männliche Fertilität vor allem nach Dichtezahl, Mobilität und Morphologie der Spermien beurteilt. Neben Spermiogrammen liefern funktionelle Untersuchungen weitere Hinweise, um das Befruchtungsvermögen von Spermien einzuschätzen.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Überprüfung der Penetrationsfähigkeit von Spermien in Zervikalmucus. Neben dem Postkoitaltest (PCT), dessen Aussagekraft unterschiedlich eingeschätzt wird, werden häufig in-vitro-Penetrationsteste durchgeführt.

Die Penetration von Spermien läßt sich einfach mit präovulatorisch gewonnenem Zervixschleim auf einem Objektträger beurteilen. Der Objektträgertest vernachlässigt aber die Bedeutung der fibrillären Mucusstruktur für die Spermatozoen-Penetration; auch sind keine exakten Angaben über Penetrationsdichte, -distanz und -geschwindigkeit möglich.

Diese Parameter können mit Hilfe eines Kapillartests (Kremer-Test) erfaßt werden. Bei diesem Test werden mit Zervikalmucus der Partnerin gefüllte Kapillarröhrchen in eine Ejakulatprobe getaucht und die Spermienpenetration nach verschiedenen Zeiträumen unter dem Mikroskop beurteilt.

Bei allen Untersuchungen zur Interaktion von Spermatozoen und Zervikalschleim ist die Durchführung unter standardisierten, reproduzierbaren Bedingungen wichtig. Bei Testen mit humanem Zervixschleim ist eine Standardisierung jedoch sehr schwierig, da die Beschaffenheit des Mucus (z.B. Spinnbarkeit, Struktur) und damit auch die Durchlässigkeit für Spermien vom Zeitpunkt der Zervixschleim-Entnahme abhängig ist (Optimum zur Zeit der Ovulation).

Bei Kapillartesten ist außerdem eine (aufwendige und zeitraubende) homogene Füllung der Kapillarröhrchen (z. B. frei von Detritus) für die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse notwendig.

Mit PENETRAK von Serono steht ein standardisierter Test für die Bestimmung der Penetrationsfähigkeit von Spermatozoen in Zervikalschleim zur Verfügung.

Die Verwendung von standardisiertem Rinder-Zervixschleim (der in seinen Eigenschaften humanem Mucus sehr ähnlich ist) ermöglicht es, den Test unabhängig von Zykluseinflüssen, aber auch von Störungen des Zervixschleims der Partnerin durchzuführen.

Gebrauchsfertige Kapillarröhrchen mit einer gleichbleibenden Qualität der Füllung vereinfachen den Testablauf.

Die gut reproduzierbaren Ergebnisse informieren zuverlässig insbesondere zusammen mit den Befunden der Spermiogramme über die Fertilisationskapazität der Spermien.



Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie für Anfragen bevorzugt die Möglichkeiten eines E-Mail. Ernstgemeinte E-Mail-Anfragen werden baldmöglichst beantwortet. Das kann u.U. aber etwas dauern, ich bin ja schließlich auch mal unterwegs

Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
Tel.: 0172 6361278   E-Mail: Ziegoe@aol.com

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