p53-Autoantikörper - der generelle Malignitäts-Marker
Das p53-Tumorsuppressor-Gen ist von besonderer Relevanz in der klinischen Diagnostik, da in 60 - 80 % aller Malignome Mutationen in diesem Gen nachgewiesen werden konnten, unabhängig von der Art und Herkunft des Tumors. Mutantes p53-Protein hat auf das Immunsystem eine immunogene Wirkung und kann zur Bildung von Auto-Antikörpern führen.
Bisherige Daten zeigen, daß alle Patienten, bei denen p53-Autoantikörper nachgewiesen werden konnten, auch eine maligne Erkrankung aufwiesen.
Bei Ausschluß einer Autoimmunerkrankung liegt die Spezifität dieses Tumormarkers daher bei 100 %.
Ein positiver Nachweis von p53-Autoantikörpern spricht - bei Ausschluß einer Autoimmunerkrankung - mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Malignoms!
p-53-Autoantikörper wurde bisher in allen Tumorerkrankungen wie z. B. Lunge, Mamma, Leber, Colon, Pankreas, B-Zell-Lymphomen etc. beschrieben. Die Sensitivität lag je nach Tumorart zwischen 10 und 35 %.
Ein negative Ergebnis schließt daher eine Tumorerkrankung keinesfalls aus.
P53-Autoantikörper sind diagnostisch besonders wertvoll
unabhängiger prognostischer Marker, da keine Korrelation zu klassischen Tumormarkern wie AFP, CEA, CA15.3 besteht
Erhöhung der diagnostischen Sensitivität bei Einsatz im Screening von Tumormarker-negativen Patienten bei Verdacht auf Tumorerkrankung
Ergänzung im Screening auf Hepatocelluläres Carzinom bei chronischer Virushepatitis
Früherkennung von Carzinomen vor klinischer Manifestation, potentieller Vorsorgeparameter bei Risikogruppen wie starke Raucher, Asbestose- und Silikose-Patienten
Früherkennung von Rezidiven
Material: 2 ml Serum oder entsprechende Menge Vollblut.
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Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
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