Malaria-Chemoprophylaxe: Mefloquin
Kontraindikationen
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Überempfindlichkteit gegen Mefloquin
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Krampfanfälle oder psychische Störungen in der Anamnese
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Schwangerschaft im 1. Trimenon, Stillzeit (Risikoabwägung bei Therapie nahgewiesener Malaria tropica)
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Kinder unter 5 kg Körpergewicht
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Vorsicht bei: Herzrhythmusstörungen, Leitungsstörungen im EKG, Leberfunktionsstörungen |
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Nebenwirkungen
Bereich
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Häufigkeit
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Nebenwirkung
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| ZNS |
häufig
gelegentlich
selten |
neurovegetative Beschwerden wie Schwindelgefühl, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, leichte Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, abnorme Träume
allgemeines Schwächegefühl, Tinnitus
Sehstörungen, sensorische und motorische Neuropathien, psychische Störungen, z. B. depressive Verstimmung, Unruhe, Bewußtseinsstörungen, Konvulsionen, in Einzelfällen Encephalopathien, Guillain-Barré |
| Magen-Darm |
häufig
gelegentlich |
Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoen, Leibschmerzen
Verstopfung, Appetitverlust |
| Herz-Kreislauf |
gelegentlich
selten |
Herzklopfen, Kreislaufstörungen
Bradykardie, Rhythmusstörungen, EKG-Veränderungen (z. B. AV-Block) |
| Haut |
selten
sehr selten |
Juckreiz, Exanthem, Urticaria
Haarausfall |
| Leber |
selten |
temporärer Anstieg von Transaminasen |
| Blut |
selten |
temporäre Leukopenie oder Leukozytose, Thrombopenie |
| Sonstige |
selten |
Muskelschmerzen, -krämpfe, -schwäche, Gelenkschmerzen |
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Wechselwirkungen
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Chinin und Derivate, Halofantrin - Gefahr von Herzrhythmusstörungen
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Andere Herzmittel (z. B. Beta-Rezeptorenblocker, CA-Antagonisten), Antihistamica, H1-Blocker, trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine können QT-Zeit verlängern - Vorsicht bei CO-Medikation empfohlen
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Antikonvulsiva (z. B. Valproinsäure, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin): Wirksamkeitsverringerung möglich, evtl. Dosisanpassung
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Orale Typhus-Lebendimpfung (Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigt)
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Orale Antidiabetica und Antikoagulantien: Wechselwirkung möglich, Einstellung überprüfen |
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Hinweise
Es wir empfohlen (WHO), mit der Einnahme möglichst schon 2-3 Wochen vor der Abreise zu beginnen, um rechtzeitig evtl. Nebenwirkungen zu erfassen und alternative Maßnahmen zu erwägen.
Eine "loading dose" (je eine Tbl. an 3 aufeinanderfolgenden Tagen) für die Last Minute-Indikation sollte mangels ausreichender Datenlage nur in Ausnahmefällen gegeben werden. Es wäre wünschenswert, wenn der Reisende hierfür bereits Erfahrung mit der Verträglichkeit des Mittels hat; ansonsten ist mit dem Auftreten evtl. Nebenwirkungen zum Zeitpunkt der Reise zu rechnen.
Aufgrund der langen Halbwertzeit können Nebenwirkungen noch einige Wochen nach der letzten Dosis auftreten oder anhalten.
Im Zusammenhang mit den psycho-vegetativen Nebenwirkungen kann die Fähigkeit zum Bedienen von Flugzeugen, Fahrzeugen, Maschinen, zum Ausführen gefährlicher und konzentrationsintensiver Arbeiten sowie zur räumlichen Orientierung, z. B. bei Gerätetauchern, während und bis zu 3 Wochen nach Mefloquin-Medikation eingeschränkt sein.
Unter Mefloquin-Prophylaxe sind geeignete Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung zu teffen und für 3 Monate nach der letzten Einnahme fortzusetzen. Da Mefloquin in die Muttermilch übertritt, sollte während der Einnahmezeit nicht gestillt werden.
Mefloquin-Einnahme möglichst nicht auf nüchternen Magen.
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