Sehstörungen, sensorische und motorische Neuropathien, psychische Störungen, z. B. depressive Verstimmung, Unruhe, Bewußtseinsstörungen, Konvulsionen, in Einzelfällen Encephalopathien, Guillain-Barré
Magen-Darm
häufig
gelegentlich
Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoen, Leibschmerzen
Verstopfung, Appetitverlust
Herz-Kreislauf
gelegentlich
selten
Herzklopfen, Kreislaufstörungen
Bradykardie, Rhythmusstörungen, EKG-Veränderungen (z. B. AV-Block)
Haut
selten
sehr selten
Juckreiz, Exanthem, Urticaria
Haarausfall
Leber
selten
temporärer Anstieg von Transaminasen
Blut
selten
temporäre Leukopenie oder Leukozytose, Thrombopenie
Chinin und Derivate, Halofantrin - Gefahr von Herzrhythmusstörungen
Andere Herzmittel (z. B. Beta-Rezeptorenblocker, CA-Antagonisten), Antihistamica, H1-Blocker, trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine können QT-Zeit verlängern - Vorsicht bei CO-Medikation empfohlen
Orale Typhus-Lebendimpfung (Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigt)
Orale Antidiabetica und Antikoagulantien: Wechselwirkung möglich, Einstellung überprüfen
Hinweise
Es wir empfohlen (WHO), mit der Einnahme möglichst schon 2-3 Wochen vor der Abreise zu beginnen, um rechtzeitig evtl. Nebenwirkungen zu erfassen und alternative Maßnahmen zu erwägen.
Eine "loading dose" (je eine Tbl. an 3 aufeinanderfolgenden Tagen) für die Last Minute-Indikation sollte mangels ausreichender Datenlage nur in Ausnahmefällen gegeben werden. Es wäre wünschenswert, wenn der Reisende hierfür bereits Erfahrung mit der Verträglichkeit des Mittels hat; ansonsten ist mit dem Auftreten evtl. Nebenwirkungen zum Zeitpunkt der Reise zu rechnen.
Aufgrund der langen Halbwertzeit können Nebenwirkungen noch einige Wochen nach der letzten Dosis auftreten oder anhalten.
Im Zusammenhang mit den psycho-vegetativen Nebenwirkungen kann die Fähigkeit zum Bedienen von Flugzeugen, Fahrzeugen, Maschinen, zum Ausführen gefährlicher und konzentrationsintensiver Arbeiten sowie zur räumlichen Orientierung, z. B. bei Gerätetauchern, während und bis zu 3 Wochen nach Mefloquin-Medikation eingeschränkt sein.
Unter Mefloquin-Prophylaxe sind geeignete Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung zu teffen und für 3 Monate nach der letzten Einnahme fortzusetzen. Da Mefloquin in die Muttermilch übertritt, sollte während der Einnahmezeit nicht gestillt werden.
Mefloquin-Einnahme möglichst nicht auf nüchternen Magen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie für Anfragen bevorzugt die Möglichkeiten eines E-Mail. Ernstgemeinte E-Mail-Anfragen werden baldmöglichst beantwortet. Das kann u.U. aber etwas dauern, ich bin ja schließlich auch mal unterwegs
Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
Tel.: 0172 6361278 E-Mail:Ziegoe@aol.com