Verbreitung: Rußland, Balkan, Mittel- und Nordeuropa. Herde in Deutschland, v. a. in Niederbayern und Baden-Württemberg
Infektionsweg: Zeckenbiß
Inkubationszeit: 3 - 28 Tage, in der Regel 10 Tage
Symptome: Der meist zweistufige Krankheitsverlauf beginnt mit einer 3 - 7 Tage andauernden grippeähnlichen Phase mit Fieber um 39 Grad, Kopf- und Gliederschmerzen.
Bei etwa 10 % der infizierten Personen kommt es nach einem kurzen, symptomfreien Intervall zum Übergang in die zweite Krankheitsphase mit neurologischen Beschwerden.
Das Fieber steigt wieder auf 39 Grad, heftige Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl leiten zur Hirnhautentzündung über.
Nach etwa 3 Tagen tritt kontinuierliche Besserung ein.
Die Sterberate beträgt beim westlichen Erregertyp ca. 1 %, beim östlichen ca. 20 %.
Bei 10 % der Erkrankten ist mit Nachwirkungen zu rechnen: Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Psychosen, aber auch Lähmungserscheinungen.
Prophylaxe: Vermeiden von Kontakt mit Zecken. Wer sich häufig in kritischen Gebieten aufhält, sollte sich impfen lassen (Vorsicht bei Hühnereiweiß-Allergie).
Nach einem Zeckenbiß ist nur innerhalb der ersten 2 Tage ein passiver Immunschutz durch Hyperimmunglobulin möglich; bei späterer Gabe von Hyperimmunglobulin kommt es zu sehr schweren Krankheitsverläufen.
Diagnostik: Serologie; an Doppelinfektionen mit Borrelien denken!
Meldepflicht: Nach BSG sind Krankheit und Tod meldepflichtig.
Quelle: Robert-Koch-Institut
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Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
Tel.: 0172 6361278 E-Mail:Ziegoe@aol.com