Die Pancreas-Elastase E1 ist ein von der Bauchspeicheldrüse sezerniertes proteolytisches Verdauungsenzym und ein geeigneter Paramter zur Bestimmung der exokrinen Pancreasfunktion, insbesondere aufgrund seiner hohen Stabilität während der Darmpassage. E1 bleibt im Blut bei der Pancreatitis länger erhöht als die Amylase oder Lipase, dadurch ist ein akuter Krankheitsschub noch 10 - 14 Tage nach Krankheitsbeginn erkennbar.
Indikation
Bestimmung im Serum bei Verdacht auf akute Pankreatitis
akuter Schub einer chronischen Pancreatitis
Material: 0,5 ml Serum oder entspr. Menge Vollblut
Fehlen von E1 im Stuhl beweist eine Störung der exokrinen Pancreasfunktion, i. d. R. eine exocrine Pancreasinsuffizienz.
Da E1 immunologisch humanspezifisch bestimmt wird, zudem in substituierenden Pancreaenzympräparaten nicht enthalten ist, kann eine Bestimmung von E1 im Stuhl auch während einer Substitutionstherapie erfolgen.
Daraus ergibt sich ein wesentlicher Vorteil für die Diagnostik der exocrinen Pancreasinsuffizienz im Vergleich zur Chymotrypsinbestimmung im Stuhl oder dem Pancreolauryl-Test, bei welchen die Substitution mehrere Tage vor Testdurchführung abgesetzt werden muß.
Indikation
Bestimmung im Stuhl bei Verdacht auf
chronische Pancreatitis
exokrine Pancreasinsuffizienz
Material: ca. 1 g Stuhl
Beide Indikationen sind beispielsweise im Verlauf einer Mukoviszidose gegeben: Bestimmung der Pancreas-Elastase E1 im Frühstadium der Mukoviszidose (E1 im Serum während der Pancreatitis) zur Verlaufskontrolle (E1 im Stuhl zur Früherkennung einer exokrinen Pancreasinsuffizienz).
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Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
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