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Dengue-Fieber


Verbreitung: Tropische und subtropische gebiete Südostasiens, Südpazifik, Afrika, südliche USA, Karibik. Das haemorrhagische Dengue-Fieber (DHF) u. a. im südostasiatischen Raum, in den letzten Jahren aber auch in Mittel- und Südamerika.

Infektionsweg: Stechmücken, zwar auch tagsüber aktiv, stechen hauptsächlich in der Dämmerung.

Inkubationszeit: 5 - 8 Tage, bei DHF 3 - 15 Tage


Symptome: 3 Verlaufsformen

  1. Klassisches Dengue-Fieber

    Abrupter Fieberanstieg (40 Grad), häufig mit Schüttelfrost, starken Muskel-, Gelenk- ("Knochenbrecher-Fieber") und Kopfschmerzen.

    Das Fieber hält 48 - 96 h an, erhöhter Blutdruck bei verlangsamtem Puls. Häufig tritt ein blasser Ausschlag vor allem im Gesicht auf,, die Milz ist vergrößert, Lymphknoten schwellen an.

    Das Fieber fällt dann schnell, steigt nach 1 - 2 Tagen erneut an (die fieberfreie Zeit fehlt bisweilen) und wird von einem fleckförmigen Ausschlag am gesamten Körper mit Ausnahme des Gesichts begleitet.

    Handflächen und Fußsohlen sind oft hellrot und oedematös. Auffällig ist immer das Zusammentreffen von Fieber, Hautausschlag und Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen ("Dengue-Trias").

    Die Erholungsphase dauert mehrer Wochen, Rückfälle sind möglich. Die Sterberate liegt unter 1 %.

  2. Milde Verlaufsform

    Fieber und sonstige Begleitsymptomatik verlaufen milder. Dauer ca. 72 h.

  3. Haemorrhagisches Denguefieber

    Die haemorrhagische Verlaufsform tritt vor allem bei hellhäutigen Kindern in Endemiegebieten auf und ist charakterisiert durch plötzlichen fiebrigen Beginn, gefolgt von haemorhagischen Manifestationen und Kreislaufkollaps.

    Weitere Symptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Husten, Atemnot.

    2 - 6 Tage nach Beginn der Erkrankung tritt eine Schock ein, der gekennzeichnet ist von plötzlichem Kreislaufkollaps oder Erschöpfung, kalt-feuchten Extremitäten, schwachem Puls, und perioraler Zyanose.

    Eine Blutungsneigung zeigt sich meist als Punktblutungen der Haut, aber auch große flächenhafte Blutungen kommen vor, manchmal Erbrechen von Blut und blutigem Stuhl, selten Blutung im Bereich der Hirnhäute.

    Leber und Milz sind geschwollen, der Husten ist auf eine haemorraghische Lungenentzündung zurückzuführen. Es kann auch eine Herzmuskelentzündung bestehen.

    Die Sterberate liegt zwischen 6 und 30 %, die meisten Todesfälle kommen bei Kindern unter 1 Jahr vor.

Nach Gesundung besteht eine langanhaltende Immunität. Die Antikörper schützen zwar vor demselben Virustyp, verstärken aber die Symptome bei erneuter Infektion mit anderem Virustyp.

Insbesondere die haemorrhagische Verlaufsform kann als Kombination einer Virusinfektion mit einer Immunkomplexkrankheit angesehen werden.

Prophylaxe: Vermeiden von Mückenstichen

Diagnostik: Serologie; Blutbild (bei klassischer Verlaufsform Leukopenie, bei haemorrhagischer Verlaufsform häufig Leukozytose und Thrombopenie).


Quelle: Robert-Koch-Institut


Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie für Anfragen bevorzugt die Möglichkeiten eines E-Mail. Ernstgemeinte E-Mail-Anfragen werden baldmöglichst beantwortet. Das kann u.U. aber etwas dauern, ich bin ja schließlich auch mal unterwegs

Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
Tel.: 0172 6361278   E-Mail: Ziegoe@aol.com

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