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Blutspende und "walking blood bank"


Für Langzeitaufenthalte in den Tropen und in armen Ländern

Hinsichtlich Bluttransfusionen (AIDS, Hepatitis B-Übertragung!) in den Tropen und in armen Ländern ist die derzeitige Situation weiterhin unerfreulich: Auch wenn fast alle Krankenhäuser bzw. Hospitäler behaupten, Blutkonserven vor der Infusion auf AIDS-Antikörper und Hepatitis B-Antikörper zu testen, sieht die Wirklichkeit nach Hintergrundinformationen häufig doch schlimm aus:

nur wenige Stellen testen tatsächlich
bei der Blutspende wird in der Regel nicht getestet
nur wenige Tests sind zuverlässig.

Der Preis für eine Blutkonserve liegt oft niedriger als der Preis für den Test, und zusätzlich ist das professionelle Blutspendewesen z. T. weit verbreitet.

Dabei sollen bis zu 10 % der professionellen Blutspender, die ja von ihrer Blutspende leben und häufig mehrfach im Monat Blut spenden, Antikörper gegen HIV-Viren (AIDS) im Blut haben.

Und jede HIV-positive Blutkonserve infiziert den Empfänger ("tötet ihn").

Um so wichtiger ist die Kenntnis

der eigenen Blutgruppe und
der möglichen Blutspender mit Namen und Adresse, denen man aus guten Gründen vertraut.

Deshalb und weil das Führen einer eigenen Blutbank an fremden Dienstorten nicht möglich ist, sollte an diesen Orten eine sogen. "walking blood bank" gegründet und geführt werden. Diese besteht aus einer Gruppe von Menschen, die ihre individuellen Angaben über ihre Blutgruppe und evtl. Risikofaktoren in einer Liste zusammenstellen und für die anderen in der Liste zugänglich machen.

Für 24 h Erreichbarkeit muß gesorgt werden, d. h. alle Telefonnummern bzw. Adressen, die im Alltag eine Rolle spielen, sollten hinterlegt sein.

Sinn hat diese besondere Gruppe nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Einzelnen, diese Informationen an die anderen (potentiellen Blutspende-Empfänger) am Dienstort oder an medizinische Einrichtungen weiterzugeben.

Um die Sicherheit einer Blutspende aus dieser Gruppe heraus zu steigern, ist eine individuelle Aussage über Vorerkrankungen notwendig (s. u.).

Ziel ist, daß möglichst viele die Namen ihrer individuellen Spender am Dienstort kennen und bei sich tragen: ein Kärtchen in die Geldbörse oder zum Ausweis.

Die u.a. Erklärung gibt natürlich bei weitem nicht die Sicherheit einer europäischen Blutspende, wie sie auch in vielen reichen Ländern und anderen Regionen der Welt möglich ist.

Deshalb sollte jeder, der sich zur Blutspende bereiterklärt, jederzeit auch ohne weitere Erklärung sich aus der Liste streichen lassen können: ist man z. B. ein HIV-Infektionsrisiko eingegangen, so reicht auch der Hinweis auf einen stattgehabten Hundebiß, eine fieberhafte Erkrankung, Schwangerschaft o. a., um zeitweise - bis zur Klärung der Situation - als Blutspender nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Die u. a. Erklärung soll die Sicherheit der Blutspenden innerhalb der "walking blood bank" verbessern. Diese ist möglicherweise weiter zu steigern durch HIV- bzw. Hepatitis B-Antikörperteste, die aber nicht überall verfügbar sind.

Nach wie vor gilt: wer nie ein HIV-Risiko einging, kann auch nicht infiziert sein. Wer unsicher ist, kann dies durch Antikörperteste und (in jedem Fall !!) fachkundige Beratung am besten im Heimatland individuell abklären.


E r k l ä r u n g (Beispiel)

An die
Verantwortlichen für die
Führung der "walking blood bank"



......................................................................
(Name, Vorname)

......................................................................
(Geb.-Datum)

......................................................................
(Straße)

......................................................................
(Plz, Ort)


Meine Blutgruppe lautet: ....................................


Meine Blutuntersuchungen ergaben negative Resultate für Hepatitis B und AIDS-Infektion.

Chronische oder akute Infektionskrankheiten oder andere wesentliche Gesundheitseinschränkungen liegen bei mir nicht vor. Sollten diese eintreten, werde ich unverzüglich meine Bereitschaft zur Blutspende zeitweise oder dauerhaft zurückziehen.

Eine Kopie des Blutgruppenausweises liegt bei. Mit der Weitergabe an Dritte in der europäischen Kolonie und medizinische Einrichtungen bin ich einverstanden.


......................................................................
(Datum und Unterschrift)


Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie für Anfragen bevorzugt die Möglichkeiten eines E-Mail. Ernstgemeinte E-Mail-Anfragen werden baldmöglichst beantwortet. Das kann u.U. aber etwas dauern, ich bin ja schließlich auch mal unterwegs

Dr. B. Ziegler - Facharzt für Laboratoriumsmedizin - Transfusionsmedizin - Umweltmedizin
Tel.: 0172 6361278   E-Mail: Ziegoe@aol.com

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