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GIM argo zu Gesundheit heute: Das Prinzip Nachhaltigkeit

Heidelberg (ots) - Der Gesundheitstrend der Gegenwart durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Gleichzeitig dazu hat sich eine inhaltliche Aufladung des Begriffes von "Gesundheit" in der Wahrnehmung jedes Einzelnen vollzogen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Trend- und Innovationsforschung GIM argo in einer aktuellen Studie.

Eine Metaanalyse jüngster Untersuchungen zum Thema führt die Hamburger Forscher zu der Erkenntnis: Gesundheit wird nicht mehr nur als Zustand physischer und psychischer Intaktheit verstanden, sondern gilt darüber hinaus als eine wertvolle persönliche Ressource, deren Erhalt auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit fußen muss. Beim Streben nach dem Idealzustand der Befindlichkeit wird Fitness und Leistungsfähigkeit, aber auch Wohlbefinden, Entspannung, Lebensfreude und Genussfähigkeit gleichrangige Bedeutung beigemessen, weil erst in ihrer Balance die Möglichkeit einer langfristig tragfähigen Lebensführung gegeben ist.

Als Ursache für den Wandel des Gesundheitsbegriffs müssen mehrere Faktoren betrachtet werden. So hat zum Beispiel das zunehmende Wissen um gesundheitsbelastende Umwelteinflüsse, Nahrungsmittelskandale und moderne Seuchen das Bewusstsein für die Virulenz drohender Gefahren sensibilisiert. Auch hat die gestiegene Eigenverantwortung des Einzelnen, die aus den jüngsten Reformen im Gesundheitswesen resultiert, zu der Einsicht verholfen, dass für den Erhalt der individuellen Gesundheit nunmehr ein deutlich intensiveres und vor allem proaktives Vorsorgeverhalten notwendig ist. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Lebenswandel und Krankheiten sowie durch kulturellen Austausch verbreitetes Wissen um die Vielzahl existierender Heilmethoden haben überdies zu einem komplexeren Gesundheitsverständnis in der Gesellschaftlichen Wahrnehmung beigetragen.

In der Studie wurde unter anderem untersucht, wie sich dies in einer Vielzahl von Lebensbereichen niederschlägt und welche Gesundheitsstrategien sich etwa in den Kontexten Beruf, Freizeit, Ernährung, Bildung, Wohnen oder Tourismus etabliert haben, oder im Begriff sind, sich zu etablieren. Ein zentraler Aspekt ist darüber hinaus die Frage, welche Konsequenzen der neue Gesundheitsbegriff für die Entwicklung des gesellschaftlichen Konsumverhaltens hat. Eindeutiges Beispiel für den immanenten Zusammenhang beider Phänomene ist der Wellnes-Trend der jüngeren Vergangenheit. Diese Bewegung hat innerhalb kürzester Zeit einen florierenden Markt generiert, von dem noch immer Händler, Hersteller und Dienstleister verschiedenster Branchen profitieren. Allerdings ist zu erwarten, dass diese Entwicklung einen Einbruch erfahren wird, und das aus zwei Gründen. Zum einen ist in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile der "Wellnepp" entlarvt worden, der sich in nicht wenigen Fällen hinter dem inflationären und unqualifizierten Gebrauch des Wellness-Begriffes verbirgt. Zum anderen ist der Begriff des Individuums von Gesundheit und Wohlbefinden so ganzheitlich umfassend, dass die Erfüllung des Wunsches danach als eher mühsam zu realisieren gilt und ohnehin nur im Rahmen eines gesundheitsorientierten Lebenswandels in allen Bereichen des Alltags möglich ist. Dass der Verbraucher gegenwärtig im Begriff ist, sich von dem Glauben zu verabschieden, dies sei allein durch Konsum zu bewerkstelligen, ist daher evident.

Zum Unternehmen: "GIM argo" ist ein Institut für Innovationsforschung, welches sich unter anderem mit kulturellem Wandel, Produktentwicklung und Markenaufbau beschäftigt. Das in 1997 als "A&B Analyse und Beratung" gegründete Institut arbeitet seit Juli 2002 unter neuem Namen im GIM Network, welches mit 40 Mitarbeitern und Büros in Heidelberg, Berlin und Moskau operiert.


[03.11.2003] Quelle: GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung
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