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Neue Klarsichtfolie lässt Wunden besser heilen

Hamburg (ots) Sie sieht aus wie eine Klarsicht- oder Frischhaltefolie, die jede Hausfrau aus ihrer Küche kennt, und wird in der Wundversorgung eingesetzt: Topkin(R) heißt eine neue biologisch abbaubare Wundabdeckung.

Der Verbandswechsel bei großflächigen Wunden ist für den Patienten immer sehr schmerzhaft und bereits neu gebildetes Gewebe wird vielfach wieder abgelöst. "Patienten dürfen sich jetzt freuen", so Priv. Doz. Dr. Christian Jürgens, Ärztlicher Direktor des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg, "denn die Schmerzen werden deutlich reduziert."

Nach jahrelanger, intensiver Forschungsarbeit von Chemikern der Hamburger Universität und dem Mediziner Priv. Doz. Dr. Jürgens wurde eine biologisch abbaubare Wundabdeckung entwickelt. Der neue Superverband wird jetzt von dem Darmstädter Unternehmen Biomet Merck BioMaterials GmbH hergestellt und europaweit vertrieben. Der Trick den die Wissenschaftler angewendet haben: Sie kombinierten die Grundstoffe Polylactid und Caprolacton. Beide Stoffe sind vom Körper abbaubar, gut verträglich und werden in der Medizin bereits als Naht- und Implantatmaterial eingesetzt.

Topkin(R) erfüllt alle Anforderungen, die Chirurgen wie Priv. Doz. Dr. Jürgens an eine optimale Wundabdeckung haben: Es ist durchsichtig, flexibel und biologisch abbaubar. Es verklebt nicht und vermindert das mögliche Keimwachstum erheblich, weil sich der pH-Wert des Wundgebietes von ca. 7 auf 5,5 vermindert.

Topkin(R) bleibt auf der Wunde und baut sich während des Heilungsprozesses ab. Der Wundschutz bleibt jedoch erhalten. Der Heilungsverlauf kann vom Arzt durch die durchsichtige Folie hindurch beobachtet werden und die schmerzhaften Verbandswechsel entfallen. Studien haben gezeigt, dass Wundschmerz und Juckreiz unter der Folie stark reduziert sind. Topkin(R) verursacht keine Allergien, schützt vor Austrocknung, und hat einen hohen Tragekomfort. Für die Ärzte und Patienten bedeutet dies: Verkürzung der Liegezeit und schnellere Mobilisierung, Vermeidung von Verbandswechseln sowie starke Verminderung der Schmerzen.

Zukünftige Einsatzgebiete dieser neuen Folie sieht der Hamburger Mediziner auch in der kosmetischen Chirurgie und in der Dermatologie, beispielsweise nach dem Entfernen von Tatoos.


[19.08.2003] Quelle: Biomet Merck BioMaterials GmbH
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