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Ab heute beim Arzt: Die neue Chance für angehende Nichtraucher

Bühl (ots) - Unter dem griffigen Motto "Lutschen gegen Rauchen" gibt es zum diesjährigen Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2003 eine neue Perspektive für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Gemeint ist damit nicht der Griff in das Süßwarenregal zum traditionellen Bonbon, an dem schon unzählige Raucher im Entzug gescheitert sind. Es geht vielmehr um ein neues, klinisch erprobtes Arzneimittel, das zum 6. Mai 2003 in den Apotheken eingeführt wird. Die neuen Lutschtabletten bieten auch den vielen Rauchern, die bereits einen oder mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich haben, eine gute Voraussetzung, ihr Laster endgültig abzulegen. Gerade für starke Raucher kann sich die Chance, rauchfrei zu leben, bis zum 5-fachen erhöhen, wenn das vorgegebene Therapieschema eingehalten wird. Rund fünf Millionen Deutsche wollen nach eigenem Bekunden mit dem Rauchen aufhören, je früher desto besser. Die meisten schaffen es nicht, weil sie sich ausschließlich auf ihre Willenskraft und zur Ablenkung vielleicht noch auf ein frisches Pfefferminzbonbon verlassen, das maximal Placebowirkung haben kann.

Ohne Hilfe geht es nicht

Alle Experten in der Tabakentwöhnung sind sich heute darüber einig, dass in aller Regel der "feste Wille" für eine erfolgreiche Bekämpfung der Tabaksucht allein nicht ausreicht. Zum einen muss die körperliche Abhängigkeit überwunden werden, zum anderen ist eine Verhaltensänderung nötig. Für Professor Dr. Dennis Nowack, Lungenarzt und Arbeitsmediziner an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, ist der Rauchverzicht deshalb so schwierig: "weil das Rauchen in den allermeisten Fällen nicht nur eine schlechte Angewohnheit ist, sondern eine richtige Abhängigkeitserkrankung. Das heißt, eine Sucht wie die Alkoholabhängigkeit und andere Abhängigkeitserkrankungen auch". So gesehen, ist es auch keine Charakterschwäche, wenn man sich ärztlichen Rat einholt und zu Nikotinersatzprodukten greift. Der aufhörwillige Raucher muss lernen, seinen Tagesablauf "zigarettenfrei" zu gestalten. Daher sind sowohl medikamentöse Maßnahmen als auch Beratungsgespräche sinnvoll. "Die Kombinationstherapie aus unterstützender Behandlung und medikamentösen Verfahren wie der Nikotinersatztherapie stellt den heute anzustrebenden Standard zur Behandlung der Tabaksucht dar, weil sie sowohl die Nikotinabhängigkeit als auch die Verhaltensabhängigkeit berücksichtigt", führt Prof. Nowak weiter aus.

Lutschen gegen Rauchen - bis zu 5-fach erhöhte Chancen

Nikotin sorgt im Gehirn dafür, dass man beim Rauchen Genuss verspürt. Im Gegensatz zu den anderen ca. 4000 Stoffen im Tabakrauch hat Nikotin keine direkte gesundheitsschädigende Wirkung. Es ist allerdings der Stoff, der süchtig macht. Sinkt der Nikotinspiegel im Blut, dann verspürt der Raucher das Verlangen nach der nächsten Zigarette. Die Mediziner beschreiben diesen Zustand mit "Craving" - der Volksmund spricht dann schlicht von "Schmacht". Bei der Bekämpfung dieses Verlangens spielen die Nikotinersatz-Produkte für eine ausschleichende Therapie eine wichtige Rolle. Während Nikotinpflaster den Organismus passiv mit Nikotin versorgen, geben die Lutschtabletten, die je nach Abhängigkeitsgrad in den Wirkstärken 2 mg bzw. 4 mg verordnet werden, dem Raucher die Möglichkeit, sein Rauchverlangen aktiv, selbst bestimmend und dennoch einfach und unauffällig zu bekämpfen. Zudem kommt die Form einer Lutschtablette dem Bedürfnis, "etwas im Mund zu haben", entgegen und ist dabei wesentlich breiter akzeptiert als ein Kaugummi, das auch im Hinblick auf die angebotene Wirkstoffmenge und der präzisen Wirkstoffabgabe nicht vergleichbar ist. Besonders stark abhängige Raucher sprechen sehr gut auf die Therapie mit der Lutschtablette an. So das Ergebnis einer in den USA und in Großbritannien unter 1818 Rauchern durchgeführten doppelblinden, placebo-kontrollierten, randomisierten Studie. Starke Raucher, die morgens schnell zur Zigarette greifen, haben bei der 4 mg Therapie, im Vergleich zu dem Versuch mit Placebo eine bis zu fünffach höhere Chance, sich von ihrer Sucht zu befreien.

Zum Aufhören ist es nie zu spät

Unterstützend wirkt auch ein personalisierter, auf den Rauchertyp zugeschnittener "Plan zum Aufhören", der im Internet unter www.tabakentwoehnung.de kostenlos angefordert werden kann. Wer jetzt noch unschlüssig ist, den Weltnichtrauchertag für sich zum Anlass zu nehmen, der Zigarette zu entsagen, dem liefert Prof. Dr. Dennis Nowack ermutigende Argumente für den Weg in die rauchfreie Zukunft: "Es gibt keinen "Point of no return" - praktisch alle Funktionseinschränkungen von verschiedenen Organsystemen, die durch das Rauchen bedingt sind, können sich wieder normalisieren oder aber in den normalen altersbedingten Abfall zurückkommen. Das heißt, auch ein 60jähriger oder 70jähriger hat absolut und naturwissenschaftlich gesehen Nutzen davon, wenn er mit dem Rauchen aufhört. Es ist sozusagen nie zu spät".


[08.05.2003] Quelle: GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co.KG
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