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Initiative gegen Knochenschwund: Stärkere Knochen ohne Nikotin!

Haar (ots) - Rauchen erhöht die Gefahr für Osteoporose. Denn Raucherinnen haben eine deutlich niedrigere Knochendichte als Nichtraucherinnen - das ist das Ergebnis einer schwedischen Studie. Doch aufhören lohnt sich: Ehemalige Raucherinnen haben gleich starke Knochen wie Nichtraucherinnen.

Raucherinnen haben ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken und schmerzhafte Knochenbrüche zu erleiden. Der Grund: Ihre Knochen sind schwächer. Eine wissenschaftliche Studie der Universität Malmö hat das jetzt bestätigt. Die schwedische Forschergruppe hatte bei 1042 Frauen im Alter von 75 Jahren mittels Knochendichtemessung die Knochenstabilität des gesamten Skeletts, der Hüfte und Wirbelsäule sowie des Fersenbeins und der Fingerknochen gemessen. Im Vergleich zu Nichtraucherinnen war die Knochendichte bei den Raucherinnen signifikant niedriger - bis zu zehn Prozent. Dagegen wiesen frühere Raucherinnen die gleiche Knochenstabilität wie Nichtraucherinnen auf. "Die Studienergebnisse sind ermutigend", sagt Professor Dr. Johann D. Ringe, Direktor der Medizinischen Klinik IV am Klinikum Leverkusen. "Sie zeigen, dass auch frühere Raucherinnen wieder eine für ihr Alter normale Knochenstabilität erreichen können." Bislang vermuteten Wissenschaftler, dass der Effekt des Nikotins auch auf das unterschiedliche Körpergewicht von Rauchern und Nichtrauchern zurückzuführen ist. Die Studie berücksichtigte daher neben den Rauchgewohnheiten und der körperlichen Aktivität ebenso das Körpergewicht der Frauen. Die Vermutung bestätigte sich nicht: Die Raucherinnen wiesen unabhängig von Gewicht und Aktivität eine schlechtere Knochenstabilität in Gesamtskelett und Hüfte auf. Die Wirkung des Nikotins lässt jedoch nach, sobald die Frauen mit dem Rauchen aufhören. Nach Meinung der Wissenschaftler lassen sich die Forschungsergebnisse auf alle Frauen nach der Menopause übertragen. Die Initiative gegen Knochenschwund klärt über die in Deutschland weit verbreitete und dennoch unterschätzte Erkrankung auf, über Möglichkeiten zu Früherkennung, Diagnose und die richtige Therapie. Während die Knochendichtemessung unverzichtbar ist, um einen Knochenschwund rechtzeitig festzustellen, sind Bisphosphonate die wirksamsten Mittel um die Knochen wieder zu stabilisieren. Eines anwendungsfreundlichsten ist die einmal wöchentlich verabreichte 70 mg-Dosis mit dem Wirkstoff Alendronat (Handelsname FOSAMAX).


[06.05.2003] Quelle: Initiative gegen Knochenschwund
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