diaita - Aachen, den 01.10.03: Als erste interaktive Informations- und
Beratungsplattform zum Thema Alkohol haben die Ernährungsexperten von
der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen die
Seite www.rund-um-alkohol.de entwickelt.
Etwa 3,6 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung sind
alkoholabhängig und etwa fünf Prozent betreiben gefährlichen
Alkoholmissbrauch, erklärt Katrin Orthner. Folge davon sind schwere
Erkrankungen wie Leberzirrhose, chronische Magenschleimhaut- oder
Bauchspeicheldrüsenentzündungen und irreparable Hirnschäden, die das
Gesundheitssystem nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes mit
jährlich etwa 20,5 Millionen Euro belasten (1). Die Experten der
Gesellschaft sind angetreten, um den 2,6 Millionen von Alkoholismus
Betroffenen in unserem Land einen Austausch mit fachlicher Begleitung zu
ermöglichen, aber auch um die gefährdete Allgemeinheit, vor allem
Jugendliche über www.rund-um-alkohol.de zu erreichen und aufzuklären, so
Orthner. Die Seite www.rund-um-alkohol.de ist übersichtlich, optisch
ansprechend gestaltet und lässt keine Frage zum Thema Alkohol offen, so
Orthner. Allgemeine Informationen, volkswirtschaftliche Schäden durch
Alkohol und dessen gesundheitliche Auswirkungen wurden ebenso intensiv
beleuchtet wie mögliche Gefahren am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr und
die rechtlichen (Schatten-) Seiten, die der Alkoholmissbrauch mit sich
bringen kann. Häufig gestellte Fragen wurden von den Experten der
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik ausführlich beantwortet.
Im Service der Plattform kann die Auswirkung von bestimmten
Alkoholmengen auf den Blutalkoholspiegel und der BMI berechnet werden.
Ein bis zwei Mal im Monat werden allen Interessierten Newsletter per
E-Mail zugesandt. Dreh- und Angelpunkt der Plattform ist jedoch das
Forum: Hier können sich Betroffene, deren Angehörige und alle anderen
zum Thema und den damit verbundenen Problemen unter Expertenbeteiligung
austauschen. Eine solche Kommunikation ist im Kampf gegen den Alkohol
richtig und wichtig. Viele fühlen sich hier allein gelassen, betont
Orthner abschließend.
[01.10.2003]
Quelle:
Sven-David Müller, Sprecher/Mitglied im Kollegium der Medizinjournalisten