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Kostenerstattung für Kapsel-Endoskopie in der Schweiz

Hamburg (ots) - Die Kosten für Dünndarm-Untersuchungen mithilfe der Kapsel-Endoskopie werden in der Schweiz bei Patienten mit einer Blutung im Magen-Darm-Trakt in Zukunft erstattet. Voraussetzung: Magen- und Dickdarmspiegelung sind zuvor unauffällig ausgefallen. Das hat das EDI (Eidgenössisches Departement des Inneren) am 24. November 2003 bekannt gegeben. Die Entscheidung tritt zum 1. Januar 2004 in Kraft.

Bei der Kapsel-Endoskopie schluckt der Patient eine kleine Kapsel, in die eine Videokamera eingebaut ist. Auf ihrer Reise durch den Magen-Darm-Trakt macht die Kapsel alle zwei Sekunden ein Bild vom Darminneren und funkt es nach außen. Die Methode verbessert die Möglichkeiten für Untersuchungen des Dünndarms erheblich.

Der Beschluss, den 7,3 Millionen Schweizern die Kostenerstattung zu ermöglichen, fiel, nachdem das Unternehmen Given Imaging überzeugendes Datenmaterial vorgelegt hatte. Darin wird der Nutzen der Kapsel-Endoskopie bei unklaren Blutungen im Magen-Darm-Trakt auch unter Kostengesichtspunkten eindeutig belegt. In Portugal, Österreich, Dänemark und Schweden übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung bereits heute. Insgesamt haben jetzt 36,3 Millionen Menschen in Europa freien Zugang zu der innovativen Methode.

"Wir freuen uns über die Entscheidung der Schweizer Behörden. Sie ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der europäische Markt für die Kapsel-Endoskopie sehr dynamisch entwickelt", kommentierte Gavriel Meron, Präsident und Vorstands-vorsitzender von Given Imaging. "Wie wir erwartet haben, nehmen immer mehr Länder die Kapsel-Endoskopie in den Leistungskatalog des öffentlichen Gesundheitswesens auf. Ihre Bürger profitieren dadurch vom Fortschritt der modernen Medizin."


[01.12.2003] Quelle: Given Imaging GmbH
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