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Neue Studien aus den USA/Migräneanfall: Nicht abwarten - sofort bekämpfen!

Frühzeitige Triptan-Einnahme vertreibt die Schmerzen effektiver/Experten: Wer zu lange zögert, schadet sich selbst


München (ots) - Menschen, die unter Migräne leiden, erleben heute die segensreichen Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung am eigenen Leibe: Mit modernen Medikamenten aus der Gruppe der Triptane lassen sich ihre quälenden Kopfwehattacken bei weitem effektiver und schneller bekämpfen als mit den herkömmlichen Mitteln. Besonders schnell lassen die Schmerzen dann nach, wenn das Migränemittel gleich zu Beginn der drohenden Attacke genommen wird. Das hat eine n e u e Studie mit Rizatriptan, dem Wirkstoff des Migränemittels Maxalt, ergeben. Sie wurde auf dem Jahreskongress der amerikanischen Neurologen in San Francisco vorgestellt.

Zu Beginn eines Migräneanfalls sind viele Migräniker hin- und hergerissen und unschlüssig - sie wissen ja nicht, was sie erwartet. Manche warten erst ab, ob die Schmerzen wirklich schlimmer werden, andere möchten ihr wirksames Migränemittel nur bei schweren Attacken zu Hilfe nehmen. Leider geht diese Strategie in aller Regel nach hinten los: Wird das Triptan zu spät genommen, braucht es zur Vertreibung der Schmerzen länger, als wenn es schon bei den ersten Symptomen eines Anfalls eingesetzt wird, stellten Dr. Ninan T. Mathew und Mitarbeiter aus Houston/Texas fest.

In ihrer Studie nahmen 74 Migräniker (68 Frauen und sechs Männer) bei drei Migräneattacken so früh wie möglich Rizatriptan ein, 38 weitere Versuchspersonen (35 Frauen und drei Männer) erhielten lediglich ein Scheinmedikament (Placebo). Das eindeutige Ergebnis: Die frühzeitige Einnahme des Maxalt-Wirkstoffs führte bei 45 Prozent der Attacken bereits innerhalb der ersten Stunde zu Schmerzfreiheit. Unter den zum Schein Behandelten waren lediglich acht Prozent der Attacken schmerzfrei. Innerhalb von zwei Stunden bewirkte Rizatriptan bei 70 Prozent der Attacken eine dauerhafte Schmerzfreiheit, die wirkstofffreie Pille half nur bei 22 Prozent der Attacken.

In die gleiche Richtung weist eine Studie der Harvard-Universität in Boston. Dort untersuchte man eine typische Begleiterscheinung vieler Migräneattacken, die überschießende Berührungsempfindlichkeit der Haut im Gesicht und am Kopf, medizinisch kutane Allodynie genannt. In diesem Stadium des Anfalls reagiert der Betroffene gleichsam wie die "Prinzessin auf der Erbse" und empfindet schon ein leichtes Streicheln oder eine sanfte Berührung als schwere Qual.

Die zentrale Sensibilisierung fängt in der ersten Stunde nach Beginn der Migräneschmerzen an und erreicht nach zwei bis vier Stunden ihr Maximum.

Wird das Triptan innerhalb einer Stunde nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen, also vor einer solchen Sensibilisierung der Nerven, verspüren 93 Prozent der Migräniker innerhalb von zwei Stunden keine Schmerzen mehr. Hatte sich zum Zeitpunkt der Einnahme bereits eine Allodynie entwickelt, wurden im gleichen Zeitraum dagegen nur 15 Prozent der Patienten ihre Schmerzen los.

Das Fazit aus dieser Studie: Wer mit der Einnahme seines Triptans zu lange zögert, schadet sich selbst. Wer dagegen schon beim ersten Anzeichen auf eine drohende Attacke zu Maxalt greift, hat große Chancen, die Schmerzen bald wieder los zu sein.


[11.01.2005] Quelle: Stroebel Communications GmbH & Co KG
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