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TK-Gesundheitsreport: Bundesweit 18 Millionen Fehltage durch psychische Erkrankungen

Berlin (ots) - Obwohl sich der Krankenstand mit 3,36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 3,31 Prozent kaum verändert hat, zeigt der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkassse (TK) im Bereich der psychischen Erkrankungen jährliche Steigerungsraten der Fehlzeiten von fünf Prozent auf. Rechnet man die Zahlen der 2,4 Millionen bei der TK-versicherten Erwerbspersonen auf die Gesamtbevölkerung hoch, gehen insgesamt 18 Millionen Fehltage auf die Diagnose "Depressive Störungen" zurück.

Die Besonderheit des TK-Gesundheitsreportes ist die kombinierte Analyse der Daten zur Arbeitsunfähigkeit und zu Arzneimittelverordnungen. Dr. Thomas Grobe vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG), das die Analyse wissenschaftlich begleitet hat: "Betrachtet man neben den AU-Daten zusätzlich die Verschreibungen von Antidepressiva, die nicht mit einer Krankschreibung verbunden sind, verschärft sich die Situation noch. Mehr als jede zehnte Frau und jeder 20. Mann erhielten innerhalb der letzten drei Jahre mindestens einmal ein Antidepressivum." Bei den Erkrankungen, die auf psychische Belastungen zurückgehen, fällt vor allem die Dauer der Krankschreibungen auf, die bei durchschnittlich 50 Tagen liegt.

Dr. Christoph Straub, Mitglied des TK-Vorstandes: "Für uns als Krankenkasse ergeben sich aus den vorliegenden Daten vor allem zwei Aufgaben. Zum einen muss die medizinische Behandlung der Betroffenen optimiert werden. Wir arbeiten mit unseren Kooperationspartnern an neuen, integrierten Therapieangeboten, um den Krankheitsverlauf bei den Patienten zu verkürzen und Rückfälle zu vermeiden. Ebenso wichtig ist aber, das Wissen über die Erkrankung und die Aufmerksamkeit für frühe Symptome zu erhöhen."

Mit Blick auf das in dem gesamten Gesundheitsreport dokumentierte Krankheitsspektrum betonte Straub, dass auch die Versicherten selbst bestärkt werden müssen, aktiv etwas für die Erhaltung ihrer Gesundheit zu tun. Die Krankenkassen können hier durch geeignete Präventionskurse wie z.B. "Nordic Walking", die zur Zeit gerade bundesweit in den TK-Geschäftsstellen starten, motivieren.

Der TK-Gesundheitsreport erscheint jedes Jahr und analysiert die Daten der bei der TK-versicherten Erwerbspersonen zur Arbeitsunfähigkeit und zur Arzneimittelverordnung. Neben den Routinedaten behandelt der Report ein jährlich wechselndes Schwerpunktthema. Der diesjährige Gesundheitsbericht mit dem Themenschwerpunkt "Depressive Erkrankungen" ist auf der Internetseite der TK unter www.tk-online.de nachzulesen.


[08.11.2003] Quelle: Techniker Krankenkassse (TK)
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