Hamburg (ots) - Menschen mit erhöhtem Dopamingehalt im Gehirn
neigen zu Übersinnlichem. Herausgefunden haben dies Wissenschaftler
der Universitätsklinik Zürich, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC
DEUTSCHLAND in der aktuellen November-Ausgabe (EVT 28.10.2002) des
Magazins.
Die Wissenschaftler hatten in einer Studie Skeptiker und
bekennende Mystiker gefragt, ob zusammengewürfelte Silben oder
Gesichtsfragmente ein sinnvolles Ganzes ergeben. Die Probanden mit
Neigung zu Übersinnlichem erkannten deutlich häufiger Gesichter und
Wörter, selbst wo gar keine waren. Die Zweifler übersahen dagegen
manches tatsächliche Muster. Erst als die Wissenschaftler ihnen eine
zusätzliche Dosis Dopamin spritzten, das die Signalübertragung im
Gehirn reguliert, sahen auch sie plötzlich neue Zusammenhänge.
Für die Wissenschaftler ist das Ergebnis ein deutliches Zeichen
dafür, dass die Art, wie man Begegnungen und Ereignisse im Alltag
deutet - mystisch oder nüchtern - von chemischen Botenstoffen im
Gehirn abhängt.
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[25.10.02]
Quelle: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND