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Ärztliche Präventionstage: Stress ist kein Zeitgeistphänomen

Berlin (ots) - "Wir wollen mit den Präventionstagen zeigen, dass ein gesunder Lebensstil nicht nur griesgrämigen und lustfeindlichen Menschen vorbehalten ist, sondern dass gesunde Ernährung und Bewegung Spaß machen und das Wohlbefinden verbessern kann. Dazu bedarf es manchmal nur kleiner Schritte im Alltag, die schon kurzfristig zur Verbesserung der Gesundheit führen können", sagte Frau Dr. Ursula Auerswald, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, zum Auftakt der Ärztlichen Präventionstage 2002. Unter dem Motto "Gesund - Mitten im Leben" veranstalten die Ärztekammern und die Kassenärztlichen Vereinigungen zum dritten Mal Ärztliche Präventionstage. In diesem Jahr sind vor allem Bürger im mittleren Erwachsenenalter angesprochen. Während der Präventionstage werden die Landesärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen in einer Vielzahl lokaler Aktionen demonstrieren, in welchen Bereichen sich Ärztinnen und Ärzte für die Gesunderhaltung ihrer Patienten engagieren.

Zu den Schwerpunkten der Aktivitäten gehört diesmal auch das Thema Stressbewältigung. "Stress darf man nicht als Zeitgeistphänomen abtun. Dahinter verbergen sich häufig ernst zu nehmende Beschwerden, die einer Abklärung durch den Arzt bedürfen", so Dr. Ulrich Oesingmann, Präventionsexperte und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses "Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation" der Bundesärztekammer. Mittels einer umfassenden Diagnostik muss herausgefunden werden, ob die vom Patienten beschriebenen Beschwerden tatsächlich auf Stress zurückzuführen sind oder ob es andere organische Ursachen dafür gibt.

Die Reaktionen auf Stress sind individuell verschieden. Während positiv empfundener Stress ("Eustress") durchaus stimulierend und bereichernd wirken kann, ist negativer Stress ("Distress") schlecht für Körper und Seele. Bei Dauerstress werden fortlaufend Stresshormone ausgeschüttet, die das Immunsystem beeinträchtigen und auf lange Sicht zu Organschädigungen führen können. Magengeschwüre, Bluthochdruck und kardiovaskuläre Schädigungen sind mögliche Folgen. Nervosität, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und andere psychische Begleiterscheinungen sind oftmals erste Warnsignale. Günstig für einen positiven Umgang mit Stress sind Zuversicht, Selbstvertrauen, eine positive Lebenseinstellung, gute Erfahrungen mit vergleichbaren Situationen und die Gewissheit, auf Unterstützung zählen zu können.

Weitere Informationen zu den Themen der Ärztlichen Präventionstage 2002 finden Sie unter www.arzt.de/praevention.


[29.10.2002] Quelle: Bundesärztekammer
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