Husten? Außer Puste? Es könnte COPD sein!
Weltweiter Aufklärungstag am 19.11.2003 hilft bei der Erkennung der chronisch-obstruktiven Bronchitis
Ingelheim/Karlsruhe (ots) - Weltweiter Aufklärungstag gegen COPD
Früherkennung und frühzeitige Behandlung stehen im Mittelpunkt des
2. World COPD Day am 19. November 2003
Am 19. November 2003 ist World COPD Day, ein weltweiter
Aufklärungstag zur chronischen Lungenerkrankung COPD. Von der Global
Initiative for Chronic Obstructive Lung Diseases (GOLD) ins Leben
gerufen, steht der Tag in diesem Jahr vor allem im Zeichen der
Früherkennung: "Könnte es COPD sein?"
Früherkennung und frühzeitige Behandlung der
chronisch-obstruktiven Bronchitis bereiten aus unterschiedlichen
Gründen immer noch Probleme. Wird die COPD nicht diagnostiziert bzw.
nicht adäquat und rechtzeitig behandelt, verschlechtert sich die
Prognose der Patienten dramatisch. Nach Schätzungen der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird COPD bereits im Jahr 2020
weltweit die dritthäufigste medizinische Todesursache sein. Weltweit
sind derzeit rund 600 Millionen Menschen betroffen - bei einer hohen
Dunkelziffer. Die Aufklärung und die Sensibilisierung von Ärzten und
Patienten für erste Anzeichen der chronisch-obstruktiven Bronchitis
sind deshalb heute enorm wichtig.
Es beginnt mit harmlos erscheinendem Husten oder gelegentlicher
Kurzatmigkeit: COPD - eine schleichende Erkrankung, die von den
meisten Betroffenen zunächst verdrängt wird. Der wichtige Arztbesuch
erfolgt oft viel zu spät, die Schädigung der Lunge ist dann bereits
weit fortgeschritten. Ärzte und Gesundheitsorganisationen
appellieren deshalb an die Bevölkerung, eigenständig auf erste
Alarmsignale der Lunge zu achten: Ständiger Husten, vor allem am
frühen Morgen und häufiges "Außer-Puste-Sein" bei körperlicher
Belastung sind keineswegs Begleiterscheinungen des Alters oder
Rauchens, sondern ernstzunehmende Vorboten einer schweren
Lungenerkrankung.
In der Medizin spricht man von den COPD-typischen AHA-Symptomen
(Auswurf, Husten und Atemnot). Patienten leiden vor allem unter dem
großen Verlust an körperlicher Belastbarkeit. Sie sind nicht selten
gezwungen, Freizeitaktivitäten und Feiern im Bekanntenkreis
abzusagen - Aufregung und Bewegung überfordern die kranke Lunge und
sind ganz einfach zu viel für den geschwächten Körper.
Allerdings kann der Krankheitsverlauf heute deutlich positiv
beeinflusst werden. Voraussetzungen dafür sind eine frühe Diagnose
und die frühzeitige Behandlung mit modernen, bronchienerweiternden
Medikamenten. So öffnet z. B. der lang wirksame M3-Blocker
Tiotropium die verengten Bronchien bei nur einmal täglicher
Inhalation 24 Stunden lang. Patienten können so wieder tief
durchatmen - trotz COPD.
Weltweit unterstützen mehr als 100 Länder den World-COPD-Day und
werden gemeinsam mit nationalen Experten und medizinischen
Organisationen über Prävention, Diagnose und Therapie der COPD
informieren. GOLD ist eine Initiative der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wurde bereits 1997 ins Leben
gerufen. Zur Umsetzung der gesteckten Ziele entwickelt das GOLD-
Komitee unter anderem Leitlinien, die aktuelle Empfehlungen zur
Diagnostik und Therapie enthalten. Nationale Fachgesellschaften, wie
etwa die Deutsche Atemwegsliga, können sich daran orientieren und
ihre Empfehlungen anpassen.
Eine umfassende Broschürenreihe über COPD sowie ein Selbsttest zur
Überprüfung des eigenen COPD-Risikos können von Patienten und
Angehörigen kostenlos angefordert werden beim:
COPD-Kompetenz-Forum
Kennwort: World COPD Day
Postfach
60196 Frankfurt
Informationen über GOLD: www.goldcopd.com
Weitere Informationen zur Erkrankung erhalten Sie unter
www.copd-aktuell.de.
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