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Arzneimittelausgaben der GKV weiter rückläufig

Berlin (ots) - Die Arzneimittelausgaben der GKV lagen im August 2002 deutlich unter den Ausgaben im Juli. Bundesweit war ein Rückgang von -7,3% zu verzeichnen. Für das Gesamtjahr 2002 ergibt sich aus der bisherigen Entwicklung ein Wachstum von 3,8% (Gesamtjahr 2001: 9,7%).


"Dabei ist die Einmalzahlung der forschenden Arzneimittelhersteller zu Beginn diesen Jahres in Höhe von rund 200 Mio. EURO noch nicht berücksichtigt. Dadurch werden die effektiven Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen noch weiter reduziert," so Prof. Dr. Rainer Braun, Hauptgeschäftsführer der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Vergleicht man die Werte von August mit denen des Vorjahresmonats, ergibt sich eine Zunahme der Arzneimittelausgaben von 3,3%."Es werden offensichtlich zunehmend hochpreisige, innovative Medikamente verordnet," begründet Prof. Braun die Entwicklung."Im europäischen Vergleich liegt Deutschland keineswegs an der Spitze bei der Ausgabenentwicklung für Arzneimittel. So hat England eine Zuwachsrate von 5,4% gegenüber dem Vorjahr. In Frankreich stiegen die Arzneimittelausgaben im August 2002 sogar um 6,7% gegenüber August letzten Jahres."

"Die Maßnahmen des Anfang 2002 in Kraft getretenen Arzneimittelausgabenbegrenzungsgesetzes (AABG) entfalten offensichtlich zunehmend ihre Wirkung," so Prof. Braun. Der Ausgabenzuwachs bei Arzneimitteln sei somit nur zu einem geringen Teil am GKV-Defizit beteiligt. Prof. Braun forderte daher das Bundesgesundheitsministerium und die Krankenkassen auf, statt abermals ausschließlich über Einschnitte bei den Arzneimittelausgaben lieber über die Verbesserung der ständig katastrophaler werdenden Einnahmesituation nachzudenken. So würden den Krankenkassen in 2002 alleine durch in 2000 beschlossene Maßnahmen Einnahmeausfälle von rund 3 Mrd. EURO entstehen.


[04.10.02]
Quelle: ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände
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