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Weltsensation: Mini-Op jetzt auch an der Brustwirbelsäule möglich

München (ots) - Selbst für Spezialisten der Schlüsselloch-Technik bildeten in der Vergangenheit die Lunge und das Herz bei einem Bandscheibenvorfall an einem der zwölf Brustwirbel eine nicht zu bewältigende Operationsbarriere. Ab sofort ist auch dieser bisher nicht mögliche Eingriff ein Leistungsangebot der Alpha Klinik München, eine für ihre Innovationen weltweit bekannte Top-Adresse für Knie- und Wirbelsäulenchirurgie. Die erste endoskopische Mini-Op an einem grossen Bandscheibenvorfall, der zwischen dem 8. und 9. Brustwirbel das Rückenmark verdrängte, wurde jetzt erfolgreich an einem männlichen Patienten, 47 Jahre alt, durchgeführt. Der Eingriff begann um 12.14 Uhr und war um 14.17 Uhr beendet. Der Patient verbrachte eine einzige Kontrollnacht in München und konnte schon am auf die Operation folgenden Tag schmerzfrei die Heimreise nach Dresden antreten. Das teilte Chefchirurg Drs. Horst Dekkers von der Sektion Wirbelsäule der Alpha Klinik München mit. Ein fantastischer Qualitätssprung im Vergleich zu den in klassischen Kliniken praktizierten großflächigen, offenen Operationen durch den Brustkorb. Dieser übliche Standardeingriff, bei dem meist eine Rippe komplett entfernt wird, ist gekennzeichnet von wochenlanger Rekonvaleszenz, hohem Infektionsrisiko und bedeutet fast immer die Versteifung betroffener Wirbelglieder.

Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule sind sehr selten. Nur einer von 200 Zwischenfällen betrifft einen Wirbel hinter der Lunge. Die Auslöser sind die gleichen wie bei fast allen Bandscheibenschäden: mangelnde Durchblutung und falsche Belastung, etwa in einer Drehbewegung.

Auf dem Gebiet schonender Mini-Operationen rund um die Wirbelsäule ist die medizinische Entwicklung beeindruckend. Rückenschmerzen verlieren mehr und mehr ihren Schrecken. Das von Chefarzt Drs. Dekkers mitkonzipierte und von zwei Firmen produzierte Operationsbesteck besteht aus einem Röhrchensystem mit Erweiterungshilfen, Aufspreizröhrchen, Zängchen und Fräschen. Diese Instrumente wie aus der Werkstatt eines Uhrmachers werden unter Sichtkontrolle per Endoskop Millimeter für Millimeter minimalinvasiv in das Operationsfeld geführt, wo sie selbst winzigste Bandscheibenteilchen entfernen können. Der für den Eingriff notwendige Umfang wird vorher mittels Kernspintomografie sichtbar gemacht.

Der minimalinvasive Eingriff ist die extrem schonende Alternative zur bisher weit verbreiteten grossen Rückenoperation, bei der nach einem langen Schnitt Muskulatur abgelöst, Bindegewebe beiseitegeschoben wird, die Luft aus einer Lunge entfernt wird sowie Knochenmaterial und Bänder entfernt werden.

Dank der neuartigen Mini-Instrumente ist die Alpha Klinik in der Lage, sämtliche Bandscheibenvorfälle endoskopisch zu beheben. "Wir verfügen erstmals über ein Set, bei dem alles optimal passt", erläutert Drs. Dekkers. In keiner Klinik der Welt werden annähernd so viele Schlüsselloch-Ops am Rückgrat ausgeführt. Diese Spezialisierung durch Fortschritt hat bereits Patienten aus mehr als sechzig Nationen in die Klinik nach München-Bogenhausen geführt.


[16.10.2002] Quelle: Alpha Klinik für Knie- und Wirbelsäulenchirurgie
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