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Kaum zu glauben, aber wahr: Was Männer alles gegen Haarausfall tun

München (ots) - Honig, Bier und Murmelfett als Geheimrezept - Positive Langzeitstudien-Ergebnisse mit Haarwuchs-Pille - Prominente wie Schauspieler Uwe Ochsenknecht und Hannes Jaenicke setzen darauf

Männer sind eitler als sie es zugeben - soviel steht fest. Wenn sich ihr Wuschelkopf zu lichten beginnt, versuchen sie oft mit allen Tricks, sich gegen die drohende Glatze zu wehren. Manche kämmen sich lange Haarsträhnen von der Seite über die hohe Stirn, andere waschen sich jeden Abend mit Bier die Haare oder massieren sich Murmelfett, Honig oder Quark in die Kopfhaut, um den Haarausfall zu stoppen. Selbst Hühnermist wird - allen Ernstes - als Geheimrezept gehandelt. Dabei gibt es inzwischen eine Haarwuchs-Pille für den Mann, die zum ersten Mal tatsächlich wirksame Hilfe verspricht.

Der Kampf gegen kahle Köpfe ist Jahrtausende alt. Ein ägyptischer Papyrus pries als Rezept gegen Glatzenbildung eine Mixtur aus Honig, pulverisierten Eselszähnen, Nilpferdfett und Gazellenkot. Der römische Arzt Paracelsus empfahl eine Mischung von Cistusharz und Öl. Julius Cäsar scheint das jedoch nicht geholfen zu haben: Er musste den römischen Senat bitten, den Lorbeerkranz der Heldenweihe ständig tragen zu dürfen, um seinen Haarverlust zu kaschieren. Später kamen Perücken und Toupets in Mode. Heute gibt es viele Männer, die sich zusätzliche Haare einweben lassen oder sich sogar einer operativen Haarverpflanzung unterziehen.

Die Volksmedizin hat seit dem Mittelalter abenteuerliche Rezepte parat: angeblich probate Mittel wie Hundemilch, Leinöl und Honig mit Igelasche oder Mäusedreck, Fliegenwasser und Maulwurfsblut, eine Salbe aus Süßholz und Eidotter, Leinöl, Rosenöl, Alaun, Quecksilber, getrocknete Bienen in Eidechsenöl oder ein Destillat aus Haaren gemischt mit Honig sind weit bis in unsere Tage gepriesen worden. Und erst vor wenigen Jahren behauptete ein ostfriesischer Bauer in den Medien, dank seiner Kuh, die ihm die Glatze leckte, würden seine Haare wieder sprießen.

In der chinesischen Medizin wird paradoxerweise bis heute das "Haareziehen" als Mittel gegen den Haarausfall eingesetzt. Man nimmt dabei mit dem Daumen und Zeigefinger beider Hände je einen Haarbüschel und zieht 20 bis 30 Mal in rascher Folge daran. Spülungen mit Reisessig oder einer Salzlösung werden ebenso empfohlen wie die Akupressur des Nierenmeridians, der entlang des Innenbeins zum Knöchel verläuft.

Während für keinen dieser Versuche ein befriedigender Erfolg dokumentiert ist, lässt sich die hohe Effektivität und gute Verträglichkeit des Wirkstoffs Finasterid mit einer Haarwuchs-Pille (Handelsname: Propecia) wissenschaftlich eindrucksvoll bestätigen. Mittlerweile liegen die Langzeitergebnisse aus drei klinischen Studien vor, an denen insgesamt 1879 Männer mit erblichem Haarausfall ("androgenetische Alopezie") im Alter zwischen 18 und 41 Jahren teilgenommen haben. Der Haarausfall wurde bei bis zu 90 Prozent der Männer gestoppt, bei 65 Prozent der Männer führte die Behandlung zum Wachstum neuer Haare.

Zu den zufriedenen Verwendern der modernen Haarwuchs-Pille gehören auch Prominente mit einer hohen Stirn: Nach Schauspieler Uwe Ochsenknecht, der seit 2001 Botschafter der "Initiative ProHaar" ist, schützt sich nun auch sein Kollege Hannes Jaenicke damit vor weiterem Haarausfall.


[06.02.2003] Quelle: stroebel communications
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