Haare lassen muss nicht sein!
Die wahren Ursachen für Haarausfall - und was Männer heute dagegen tun können. Prof. Dr. Hans Wolff:
Studien belegen eindeutig die Wirksamkeit.
München (ots) - Der Blick in den Spiegel tut es nicht allein, auf
das Zählen kommt es an: Findet ein Mann täglich mehr als 100 Haare in
seinem Kamm oder in der Bürste, sollte er sich um einen Termin bei
einem Hautarzt bemühen. Ein Haarverlust in dieser Größenordnung lässt
sich nämlich nach Ansicht aller Experten nicht mehr mit Kopfmassagen
oder Pflegeprodukten bremsen. Der Facharzt kann dagegen den Grund
herausfinden und mit dem richtigen Mittel in vielen Fällen die
drohende Glatze verhindern.
Für den vermehrten Haarausfall werden viele Ursachen beschuldigt,
aber nicht immer die richtigen: Eine lange Mähne ist ebenso wenig
schuld daran wie häufiges Waschen oder das Färben der Haare.
Chronische Krankheiten (z. B. der Schilddrüse oder des Immunsystems)
kommen schon eher in Betracht, und auch schwere Infektionen (z. B.
Grippe oder Tuberkulose) können auf dem Kopf die Reihen lichten. Das
ständige Tragen von engen Baseball-Kappen oder Hüten oder einer
modernen, unter ständigem Zug stehenden Pferdeschwanz-Frisur können
ebenfalls zu Haarausfall führen, der aber meist wieder verschwindet,
wenn die Ursache beseitigt wird.
Man(n) muss allerdings in 90 Prozent aller Fälle diese Hoffnung
von vorneherein begraben, weil das "Waldsterben" auf seinem Kopf
genetisch bedingt ist. Die Haarwurzeln sind erblich vorbelastet und
fangen unter dem Einfluss des männlichen Hormons Dihydrotestosteron
DHT vorzeitig an zu schrumpfen. Die Folge: Die Haare werden immer
dünner, bald sprießt nur noch ein Flaum und die kahlen Stellen an
Stirn und Hinterkopf werden immer größer - der "Plattenbau" ist nicht
mehr aufzuhalten.
Gerade in diesen Prozess kann aber der Hautarzt heute durch die
Verordnung des Propecia-Wirkstoffs Finasterid oft sehr eindrucksvoll
eingreifen. Finasterid verringert die Bildung des DHT-Hormons und
blockiert dadurch seine verhängnisvolle Wirkung auf die Haarwurzeln.
Der Münchner Dermatologe Prof. Dr. Hans Wolff, Leiter der
Haarsprechstunde an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und
Allergologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München, über den
Erfolg dieser Behandlung: "Mehrere doppelblinde und
placebokontrollierte Studien belegen eindeutig die Wirksamkeit von
Propecia. Bei etwa 90 Prozent der behandelten Männer lässt sich der
Haarausfall stoppen und bei mehr als 60 Prozent der Behandelten lässt
sich das Haar sogar wieder verdichten."
Dieser beeindruckende Erfolg ist allerdings nicht zum Nulltarif zu
haben: Der Hautarzt kann die moderne Haarpille nur auf Privatrezept
verordnen.
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