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Tag des Mannes: Urologen fordern "erneuerte" Krebs-Früherkennung und Männergesundheitsbericht

Dorfen (ots) - Am 3. November ist der "Tag des Mannes". Aus diesem Anlaß erneuerten der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) und die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) ihre Forderung an Politik und Gesellschaft, die "Volkskrankheit Prostatakrebs", nicht länger zu übersehen. Das Prostatakarzinom sei nun einmal mit 38.000 Neuerkrankungen jährlich der häufigste Tumor des Mannes. Würde die Bevölkerung besser aufgeklärt werden und würden die Männer die Krebs-früherkennungsmaßnahmen intensiver zu ihrem Gesundheitsvorteil nutzen, könnte die Todesrate gesenkt und dem Gesundheitswesen Kosten erspart werden. BDU und DGU begannen aus eigener Initiative bereits im vergangenen Jahr bundesweit mit den "Männergesundheitstagen" in 27 Städten mit eigenen Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen. Die Aktion 2001/02 stand unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog.

"Wir begrüßen ausdrücklich die Einführung der Mammographie zur Früherkennung des Brustkrebses bei den Frauen", erklärte BDU-Präsident Dr. med. Klaus Schalkhäuser (Dorfen), "aber wir fordern die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung auf, die anstehende Gesundheitsreform zu nutzen, um Leistungen und Angebote des Systems nach den tatsächlichen alters- und geschlechtsspezifischen Erfordernissen neu zu ordnen." Wer die so genannte Genderpolitik - also die geschlechtsspezifische Politik - befürworte, müsse neben dem Brustkrebs auch den Prostatakrebs bei der Gesundheits-Planung berücksichtigen.

Zu den notwendigen Maßnahmen gehört nach Ansicht der beiden Urologen-Organisationen nicht nur eine Anpassung der seit 1974 unverändert geltenden Krebsfrüherkennungsrichtlinien für Männer an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch ein regelmäßiger Männergesundheitsbericht. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Forschungs-förderungspolitik sollte zudem zum Anlaß genommen werden, um die Ursachen zu erfassen, warum die Lebenserwartung der Männer durchschnittlich 7 Jahre kürzer ist als die der Frauen.

Eine Stärkung der Patientenrechte wird von BDU und DGU ausdrücklich begrüßt. Dies verlange aber auch eine Gleichstellung in der Gesundheitsversorgung zwischen den Geschlechtern, betonte Schalkhäuser.


[31.10.2002] Quelle: Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V.
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