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Darmkrebs: 21 000 Menschen könnten jedes Jahr ihr Leben retten

Hamburg (ots) - Habe ich Blutspuren im Stuhl? Gibt es Schleimhautpolypen in meinem Darm? Nur knapp jeder fünfte Mann und jede dritte Frau in Deutschland geht regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge und lässt sich beim Arzt den Enddarm abtasten sowie den Stuhl untersuchen. "Auch die Darmspiegelung nutzen bisher leider viel zu wenige Menschen", sagt Dr. med. Christiane Bauch von der Techniker Krankenkasse (TK). Seit Oktober 2002 können gesetzlich Krankenversicherte diese Leistung ab dem 56. Lebensjahr in Anspruch nehmen.

In Deutschland erkranken jährlich 57.000 Menschen an Darmkrebs - rund 30.000 Menschen sterben daran. Fachleute schätzen, dass die Zahl der Darmkrebs-Toten um bis zu 70 Prozent gesenkt werden könnte, wenn die Menschen regelmäßig zur Krebsvorsorge gingen. "Gerade bei Darmkrebs ist die Früherkennung enorm wichtig", so TK-Medizinerin Bauch, "denn treten erst einmal Symptome wie Schmerzen oder anhaltende Durchfälle auf, ist es für eine Heilung oft zu spät." Je eher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Zur Darmkrebsvorsorge zählt ab dem 45. Lebensjahr jährlich die Tastuntersuchung des Enddarms und der Schnelltest des Stuhlgangs auf Blut. Ab dem 56. Lebensjahr können Versicherte eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen. Zehn Jahre später wird die Untersuchung, bei der ein Arzt einen Schlauch in den Dickdarm vorschiebt und über ein optisches System die Darmschleimhaut begutachtet, gegebenenfalls wiederholt. Der Arzt kann so beispielsweise gutartige Schleimhautwucherungen rechtzeitig entdecken, die eine mögliche Vorstufe von Darmkrebs sind. Diese so genannten Darmpolypen können dann gleich während der Untersuchung entfernt werden. An verdächtigen Stellen entnimmt der Arzt eventuell Gewebeproben und schickt sie zur Untersuchung ins Labor.

Welche Faktoren das Darmkrebsrisiko erhöhen, welche Warnsignale ernst genommen werden sollten - diese und andere Informationen zum Thema "Darmkrebs" finden Interessierte unter www.tk-online.de im Internet in der Rubrik "Medizin & Gesundheit".


[01.03.2003] Quelle: TK
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