Newsletter | Hilfe | Inhalt | Kontakt
Empfehlung | Gästebuch


Arzt Neuanmeldung:
Arzt Login:

Benutzer:
Passwort:
Password verlegt?


Aktuelle Partnerangebote

Leben mit Diabetes

Arztsuche Medizin Infos Gesundheitslinks Diskussionsforum Nachrichten
  Startseite   Nachrichten    Krebs 

  Krebs

zurück zur Übersicht zurück zur Übersicht
Neue Antikörpertherapie stoppt Darmkrebs

DARMSTADT, Germany, July 1 (ots/PRNewswire) -- Seit heute gibt es in Deutschland ein neues Darmkrebsmedikament: Erbitux(R) ist eine biotechnologische Innovation für die Behandlung von Patienten im fortgeschrittenen Stadium. Es ist ein massgeschneiderter Antikörper, der das Wachstum des Krebses hemmt. Die sehr gute Wirksamkeit der neuen Antikörpertherapie ist durch mehrere international anerkannte Studien belegt.

Mit der europaweiten Zulassung von Erbitux(R) beginnt in der Darmkrebstherapie ein neues Kapitel: Jahrzehntelange Forschung im Bereich der Biotechnologie hat sich nun in Form eines hochwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamentes niedergeschlagen. Erbitux(R) ist in Kombination mit Irinotecan, einem Wirkstoff, der im Rahmen der chemotherapeutischen Behandlung verwendet wird, zugelassen und wird bei Patienten angewendet, bei denen diese Chemotherapie alleine nicht mehr wirkt. Für diese Patienten gibt es somit endlich neue Hoffnung im Kampf gegen eine der häufigsten und tödlichsten Krebsarten. Europaweit werden jährlich rund 260.000 neue Fälle diagnostiziert - Tendenz steigend.

Bislang waren die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten bei Darmkrebs auf die Chemotherapie begrenzt. Erbitux(R) ist einer der ersten Vertreter einer neuen Art der Krebstherapie. Es handelt sich hierbei um einen Antikörper, der "passgenau" entwickelt wurde und gezielt auf bestimmte Oberflächenmoleküle des Krebses wirkt. Der Angriffspunkt von Erbitux(R) ist der "Epidermal Growth Factor Receptor" (EGFR), ein Rezeptor, der für die Weiterleitung von Wachstumsimpulsen ins Innere der Krebszelle verantwortlich ist. Erbitux(R) unterbindet diese Weiterleitung und blockiert somit weiteres Tumorwachstum. Gleichzeitig aktiviert der Antikörper die Mechanismen der körpereigenen Immunabwehr.

"Erbitux(R) ist ein Medikament, das auch alleine eingesetzt wirksam ist, doch noch schlagkräftiger ist es in Verbindung mit einer Chemotherapie", erläutert Prof. Hans-Jochen Wilke, Kliniken Essen-Mitte, die Wirkungsweise des neuen Präparates. "Im Rahmen der so genannten BOND-Studie (Bowel ONcology with Cetuximab AntiboDy) wurde mit der Kombinationsbehandlung bei über der Hälfte der Patienten mit fortschreitendem Darmkrebs ein Behandlungserfolg erzielt, sprich, mindestens ein Stillstand des Tumorwachstums - und das werte ich als wirklichen Erfolg."

"Nach den vorliegenden Studien spielt Erbitux(R) unzweifelhaft eine wichtige Rolle in der Therapie von Darmkrebspatienten", betont auch der deutsche Studienleiter der BOND-Studie, Prof. Carsten Bokemeyer. Wichtig für die Patienten, die mit der neuen Antikörpertherapie behandelt werden, ist auch die sehr gute Verträglichkeit. Die bei der Chemotherapie auftretenden Nebenwirkungen wie Haarausfall, Müdigkeit und Übelkeit bleiben aus, da Erbitux(R) nur EGFR-tragende Zellen angreift und nicht wie die Chemotherapie alle sich teilenden Zellen.

Das neue Krebsmedikament ist bisher auch einzigartig in seiner Fähigkeit, die Wirkung anderer Krebsbehandlungen zu verstärken. Auf dem weltweit grössten und wichtigsten Krebskongress, der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO), wurden Anfang Juni neue Studiendaten zur Kombinationsbehandlung mit Erbitux(R) und Oxaliplatin, einer anderen Chemotherapie, vorgestellt: Hier wurde bei 98 Prozent aller Darmkrebspatienten ein deutlicher Tumorrückgang oder dauerhafter Krankheitsstillstand gezeigt.

Zudem wirkt Erbitux(R) auch bei anderen Krebsarten. Besonders beeindruckend sind die Ergebnisse bei bereits fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren, wo Erbitux(R) zusätzlich zu einer hoch dosierten Bestrahlung in der Lage war, die Überlebenszeit auf 4,5 Jahre zu verdoppeln. Sowohl für die kombinierte Behandlung mit Oxaliplatin als für auch die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ist Erbitux(R) bisher allerdings noch nicht zugelassen.


[01.07.2004] Quelle: Merck KGaA
zurück zur Übersicht zurück zur Übersicht


  Nachrichten Leitseite
Aids

Allergien

alternative Heilmethoden

Anästesie, Intensivmedizin

Augen

Chirurgie, Medizintechnik
Plastische Chirurgie

Diabetes, Stoffwechsel
Leber, Niere

Erkältung, Infektionen

Ernährung

Frauen

Haut, Körperpflege

Herz, Gefäße

Internet, IT

Kinder

Krebs

Logopädie

Männer

Medikamente, Apotheken
Industrie

Orthopädie

Pflege, Reha

Politik, Krankenkassen
Verbände

Prävention
Umwelt, Wissenschaft

Psychologie, Psychiatrie
Neurologie

Recht, Soziales
Sucht

Untersuchung, Behandlung
Wellness, Fitness


 
Suche auf diesen Seiten

Suchhilfe


Seitenanfang
© 1996 - 2008 Diabetes News Media AG  |   Datenschutzhinweise  |  Nutzungsbedingungen  |  Impressum