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6-jährige Erstklässler mit erhöhten Cholesterinwerten

Gesundheitsvorsorge muss früh beginnen - Margarine leistet deutlichen Beitrag


Bonn (ots) - Anläßlich des am 8. Juli in Berlin stattfindenden Kongresses "Kinder und Ernährung" weist das Margarine-Institut für Gesunde Ernährung e. V. auf folgendes hin:

Arteriosklerose und koronare Herzkrankheit beginnen bereits im Kindesalter. Die 1999 durchgeführte Zwischenauswertung der prospektiven PEP (Präventions-Erziehungs-Programm)-Studie, Nürnberg (weltweit einziges gesamtfamiliäres Myokardinfarkt- Vorbeugungsprogramm ab 1993 mit 10 Jahren Laufzeit) hat u. a. bereits bei 6-jährigen Erstklässlern gezeigt: 40 % hatten leicht bis mäßig erhöhte Werte für LDL-Cholesterin aufgewiesen. Der Anteil von Fett an der täglichen Gesamtenergiezufuhr hat deutlich über 30 - 35 % gelegen, dem Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Die Analyse des Fettsäuremusters war nach der Studie jedoch noch wichtiger als die absolute Menge an Fett: Etwa gleiche Anteile an gesättigten sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren be- einflussen das Serumlipoproteinmuster günstig. Falsch war vor allem auch das Fettsäuremuster in der Nahrung der Kinder: Bei keinem der Mädchen und bei nur 5 % der Jungen lag der Anteil gesättigter Fettsäuren ernährungsphysiologisch korrekt unter dem Richtwert der DGE von 33 % an der Gesamtfettmenge. Im Gegenteil waren bei ? der Jungen und Mädchen über 50 % des Nahrungsfettes als gesättigte Fettsäuren vertreten. Demgegenüber war der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit nur 5 % hoch signifikant zu niedrig. Dies verdeutlichen auch die Zahlen des aktuellen Ernährungsberichtes 2000 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung; auch danach ist die Aufnahme gesättigter Fettsäuren deutlich zu hoch. Sie liegt bei 4 - 15-jährigen Kindern 27 % über den Empfehlungen der DGE. Im Gegensatz dazu werden die Empfehlungen zur Aufnahme der mehrfach ungesättigten Fettsäuren nur zu 79 % gedeckt.

Im neuesten Bericht einer FAO/WHO-Expertengruppe vom April 2003 ist nochmals u. a. ausdrücklich bestätigt worden, dass der Anteil der gesättigten Fettsäuren an der Energieaufnahme unter 10 % liegen soll. Für Hochrisikogruppen empfiehlt die FAO-WHO-Expertengruppe die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren sogar auf weniger als 7 % der Energie zu senken. Demgegenüber senken n-3-Fettsäuren, die u. a. in bestimmten Pflanzenölen und Margarinen enthalten sind, im Zusammenwirken mit der ebenfalls in Pflanzenölen und Margarinen enthaltenen Linolsäure (n-6-Fettsäure) das Koronarrisiko.

Der Anteil an n-6-Fettsäuren soll nach dem WHO-Bericht 5 - 8 % der Energie und der von n-3-Fettsäuren 1 - 2 % der Energie ausmachen. Die DGE gibt ein Verhältnis von n-6 zu n-3 Fettsäuren von 5 : 1 an. Dies wird noch ergänzt durch die WHO-Empfehlung, die Aufnahme von Nahrungscholesterol unter 300 mg am Tag zu senken.

Eine moderate Zufuhr von Fett unter Bevorzugung von pflanzlichen Ölen wie sie beispielsweise in Margarinen enthalten sind und von reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukten mit mehr Ballaststoffen sowie ausreichend körperliche Bewegung bieten die besten Voraussetzung zur Gewichtskontrolle und damit zur Vermeidung von Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselkrankheiten, die das Koronarrisiko erhöhen.

Fett im richtigen Maß und in der richtigen Qualität ist ein unerlässlicher Baustein der täglichen Ernährung. Die Margarine ist durch ihre auf Pflanzenölbasis aufbauende und auf die jeweiligen Zielgruppen ausgerichtete Produktvielfalt in der Lage, einen positiven Beitrag zur gewünschten Fettqualität zu leisten und damit zur aktiven Gesundheitsprophylaxe beizutragen.


[07.07.2003] Quelle: Margarine-Institut für Gesunde Ernährung e. V.
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