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Neuer Herzinfarktmarker DIACORDON(TM): Diagenics gibt Startschuss für klinische Studien

Test nur für Ärzte und Kliniken


Düsseldorf/Boston (ots) - Das Biotechnologie-Unternehmen Diagenics hat die Entwicklung des Test-Kits der ersten Generation zur quantitativen Bestimmung von Glykogenphosphorylase Isoenzym BB im September 2002 abgeschlossen. Der erste gebrauchsfertige Test-Kit wurde von der beauftragten Firma Seramun Diagnostica GmbH (Prof. Dr. med. T. Porstmann) an Diagenics übergeben. Dieser Test-Kit soll jetzt in größerer Stückzahl produziert werden. Der Test soll nur Ärzten und Kliniken zur Verfügung stehen. Prof. Dr. Dr. med. Franz Noll, Vorstandsvorsitzender der Diagenics AG: "Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt sollten sich von einem Arzt untersuchen lassen und sich nicht auf Schnelltests aus der Apotheke verlassen."

Mit dem Schnelltest DIACORDON(TM) soll es Ärzten und Kliniken in der Zukunft möglich sein, schon zwei Stunden nach Infarktereignis (Schmerzbeginn) mit einem eindeutigen Befund lebensrettende medizinische Maßnahmen rechtzeitig ergreifen zu können. Damit wird sich die bisherige Diagnosezeit von bis zu zwölf Stunden dramatisch verringern.

Prof. Noll: "Mit dem Test-Kit wird noch im Jahr 2002 eine klinische Studie in Deutschland, Italien sowie in der Schweiz begonnen. Ziel der Studie ist es, die diagnostische Sensitivität und Spezifität - wie sie bereits in den 90er Jahren publiziert worden sind - nachzuweisen und zu bestätigen." Das hierfür erforderliche Studienprotokoll ist angefertigt und wird in den nächsten Tagen der Ethikkommission der Universität Mainz zur Genehmigung für die vorgesehene Studie vorgelegt.

Wenn das Ergebnis der klinischen Studie darauf hinweist, dass Glykogenphosphorylase BB der Frühmarker für die Frühdiagnostik von Herzinfarkten ist, dann soll Ende 2003 mit der Entwicklung des Schnelltests begonnen werden. Um eine rasche Marktreife dafür erreichen zu können, wird eine strategische Allianz mit einem potenten Partner angestrebt, Verhandlungen sind bereits im Gange.

Herzinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen der westlichen Zivilisation. Dies belegt die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Zahl der Herzinfarkt-Patienten, auch in Deutschland. Insbesondere das stetig sinkende Durchschnittsalter der Betroffenen lässt Wissenschaftler und Mediziner Alarm schlagen: Rund 300.000 Deutsche erleiden pro Jahr einen Herzinfarkt - häufig mit Todesfolge.

Prof. Dr. Dr. Franz Noll forscht bereits seit vielen Jahren an der möglichen Früherkennung eines Herzinfarkts. Nun entwickelt der renommierte Wissenschaftler erstmals einen Schnelltest, der die Dauer für eine Diagnose auf zwei Stunden nach Schmerzbeginn reduzieren soll: Zusammen mir Prof. Dr. E.-G. Krause und Dr. habil. G. Rabitzsch hat Noll das sogenannte Isoenzym BB im Blut charakterisiert, welches die geschädigten Herzmuskelzellen bei einem Infarkt unmittelbar freisetzen. Der von ihm maßgeblich mitentwickelte Herzmarker erkennt einen akuten Herzinfarkt anhand der steigenden Konzentration des Isoenzyms BB der Glykogenphoshporylase im Blut.

Prof. Dr. Dr. Franz Noll ist bis heute lehrender Professor für Immunbiologie an der Freien Universität Berlin und war zuvor in der ehemaligen DDR viele Jahrzehnte in der medizinisch-biologischen Forschung tätig. Er war bereits damals in internationalen Fachkreisen als herausragender Wissenschaftler auf seinem Gebiet anerkannt. In Kooperation mit zwei Partnern hat er im April 2001 das Düsseldorfer Biotechnologieunternehmen Diagenics AG gegründet und steht diesem als Vorstandsvorsitzender vor. Seine Arbeiten umfassen rund 100 wissenschaftliche Originalpublikationen, 30 Patente sowie diverse Monographiebeiträge.

Prof. Dr. Dr. med. Franz Noll, Vorstandsvorsitzender der Diagenics AG, steht für Presseanfragen gern zur Verfügung. Für individuelle Terminvereinbarungen vorab oder persönlich auf der MEDICA in Düsseldorf am 21. und 22. November 2002 kontaktieren Sie bitte:


[14.11.2002] Quelle: Die Diagenics AG
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