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Medtronic meldet Start der klinischen Pivotal-Studie Endeavor II für seinen medikamentenbeschichteten Stent

Pivotal-Studie wird an 96 Krankenhäusern in 21 Ländern durchgeführt


Düsseldorf/Santa Rosa, Calif. (ots) - Medtronic, Inc. (NYSE: MDT) hat heute den Start der klinischen Studie ENDEAVOR II für seinen medikamentenbeschichteten Stent Endeavor(TM) bekannt gegeben. Die Studie soll die Sicherheit und Wirksamkeit des medikamentenbeschichteten Stents Endeavor(TM) untersuchen und für die Produktzulassung in mehreren Ländern verwendet werden. Primärer Zielparameter der Studie ist das Therapieversagen im Zielgefäß (Target Vessel Failure) nach 9 Monaten.

In die Studie ENDEAVOR II sollen ca. 1.200 Patienten aus 96 Krankenhäusern in 21 Ländern in Europa, im Mittleren Osten, im asiatisch-pazifischen Raum und in Kanada eingeschlossen werden. Die Hauptprüfärzte von ENDEAVOR II sind Dr. William Wijns, M.D., einer der Leiter des Herz-Kreislauf-Zentrums, OLV Ziekenhuis, in Aalst, Belgien, Dr. Jean Fajadet, M.D., Clinique Pasteur Unité de Cardiologie Interventionnelle, Toulouse, Frankreich und Dr. Richard Kuntz, M.D., M.Sc., Extraordinarius der Harvard Medical School und Leiter der Abteilung für klinische Biometrie am Brigham and Women's Hospital in Boston. Der erste Patient der ENDEAVOR II-Studie wurde eingeschlossen und erhielt einen medikamentenbeschichteten Stent am 14. Juli. Der Eingriff wurde an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim unter Leitung von Professor Christian Hamm, Leiter der kardiologi- schen Abteilung, durchgeführt. "Der Start dieser Pivotal-Studie - früher als geplant - dokumentiert das Engagement von Medtronic zur Wiedererlangung seiner führenden Position bei koronaren Stents und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, unseren medikamentenbeschichteten Stent auf dem europäischen Markt gegen Ende 2004 und auf dem amerikanischen Markt bis Ende 2005 einzuführen", so Bill Hawkins, Vorsitzender von Medtronic Vascular. "Unser medikamentenbeschichteter Stent ist eine Kombination aus einem Markenmedikament, einer Polymerbeschichtung und dem Driver Stent als Träger, ein Stent der nächsten Generation von Medtronic aus einer kobalthaltigen Legierung. Wenn der Stent unsere klinischen Erwartungen erfüllt, wird er eine wettbewerbsfähige Alternative zu anderen medikamentenbeschichteten Stents auf dem Markt darstellen. Mit der zunehmenden Zulassung von medikamentenbeschichteten Stents weltweit wird die Wettbewerbsfähigkeit weitgehend vom Stent-Design und der Platzierbarkeit bestimmt - Stärken des Produktangebots von Medtronic". "Ich freue mich, an dieser wichtigen Pivotal-Studie teilnehmen und gemeinsam mit Medtronic die Sicherheit und Wirksamkeit des medikamentenbeschichteten Stents Endeavor untersuchen zu können", so Dr. Fajadet. "Der medikamentenbeschichtete Stent von Medtronic hat einzigartige Eigenschaften. Daher freue ich mich auf die Studie von Endeavor bei Patienten mit Erstläsionen der natürlichen Koronararterien". Derzeit läuft im Rahmen der klinischen Studie ENDEAVOR I, in die 100 Patienten in Australien und Neuseeland eingeschlossen wurden, wie geplant die Nachuntersuchung von Patienten. Erste Ergebnisse der klinischen Studie ENDEAVOR I werden beim Kongress Transcatheter Cardiovascular Therapeutics (TCT) vorgelegt, der vom 15.-19. September in Washington DC stattfindet.

Elemente des Programms medikamentenbeschichteter Stents von Medtronic Für den medikamentenbeschichteten Stent Endeavor von Medtronic wird das Medikament ABT-578 eingesetzt. Es handelt sich um einen einzigartigen, patentrechtlich geschützten Stoff, der von Abbott Laboratories lizenziert wurde. ABT-578 dient der Hemmung der Proliferation von glatten Muskelzellen (eine wesentliche Ursache für die Restenosierung und den erneuten Verschluss von Arterien), indem es die Funktion des Steuerproteins für den Zellzyklus (mTOR) blockiert. Durch Hemmung der mTOR-Funktion bewirkt ABT-578 eine normale Zellfunktion und verursacht keinen Zelltod. Medtronic hat von Abbott auch die Lizenzrechte an der Phosphorylcholin (PC)-Beschichtung erworben. Hierbei handelt es sich um eine Polymer-Kopie der äußeren Oberfläche von Erythrozyten, die den Aufbau der natürlichen Zellmembran imitiert und dazu dient, die Körperreaktion auf Implantate zu verringern. Das PC-Polymer dient als "Trägersubstanz", die die Elution oder Abgabe von ABT-578 direkt in die Arterienwand steuert. Nach Freisetzung des Medikaments verbleibt es auf dem Stent und ist biologisch inaktiv. Für den medikamentenbeschichteten Stent von Medtronic wird der neue koronare Stent Driver verwendet, der in Europa zur Behandlung von großen und kleinen Gefäßen zugelassen ist. Der Koronarstent Driver besteht aus einer kobalthaltigen Legierung, die fester und dichter ist als der herkömmliche Edelstahl von anderen Stents. Aufgrund dieser Legierung können dünnere Streben verwendet werden, wodurch der Stent ein flacheres Profil erhält und besser in das Gefäß einzuführen ist. Die radiale Festigkeit und Sichtbarkeit werden dabei nicht beeinträchtigt. Medtronic rechnet mit einer Zulassung des Koronarstents Driver in den USA für Herbst 2003. "Wir sind mit dem Feedback der europäischen Ärzte zum Driver Stent äußerst zufrieden. Die Zahl der Anwendungen dieser fortschrittlichen Stent-Plattform bei normalen Stent-Eingriffen ist ermutigend", fügte Hawkins hinzu. "Mit der möglichen Einführung des Drivers in den Vereinigten Staaten im Verlauf dieses Jahres werden Ärzte die Möglichkeit erhalten, bereits vor der Zulassung unseres medikamentenbeschichteten Stents Erfahrungen mit dem fortschrittlichen Design und der guten Einsetzbarkeit des Drivers zu machen". Medtronic Inc. mit Firmensitz in Minneapolis ist das weltweit führende Unternehmen auf dem Gebiet der Medizintechnik und entwickelt Langzeitlösungen für Patienten mit chronischen Erkrankungen. Medtronic GmbH in Deutschland hat ihren Sitz in Düsseldorf und in Österreich in Wien. Sie finden Medtronic im Internet unter www.medtronic.de und www.medtronic.at. Medtronic Vascular strebt die Marktführerschaft bei der Prävention, Behandlung und Heilung von Erkrankungen des gesamten Gefäßsystems an. Der Firmensitz von Medtronic Vascular ist in Santa Rosa, Calif.

Alle Aussagen über zukünftige Unternehmensergebnisse und behördliche Genehmigungen sind Aussagen über die Zukunft. Sie unterliegen den Risiken und Unsicherheiten, wie sie auf dem Formular 10-K des Jahresberichts von Medtronic für das am 25. April auslaufende Geschäftsjahr 2003 dargestellt sind. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Voraussagen wesentlich abweichen.


[21.07.2003] Quelle: Medtronic GmbH
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