Naturheilkundliche Arzneimittel in Positivliste
Bonn (ots) - Der Präsident des Fachverbandes Deutscher
Heilpraktiker, Peter A. Zizmann, ist entsetzt, auf welchem Niveau die
derzeitigen öffentlichen Auseinandersetzungen um eine Positivliste
für Arzneimittel stattfinden. Aus einem Methodenstreit zwischen
sogenannten Schulmedizinern und Vertretern der Naturheilkunde unter
den Ärzten ist eine regelrechte Schlammschlacht geworden. Polemik und
Diskriminierungen beherrschen die öffentlichen Diskussionen.
Die von Schulmedizinern z.T. vorgebrachten Argumente seien von
wenig Sachverstand, aber umso mehr von "Futterneid" geprägt. Längst
gehe es nicht mehr um die Berechtigung verschiedener
Therapierichtungen, die allgemein von der Bevölkerung gewünscht
werde. Die Angst bei der Verteilung von Geldern aus der gesetzlichen
Krankenkasse zu kurz zu kommen, habe zu einem erbitterten Streit
geführt, der einem Berufsstand mit ethisch hoch stehenden Ansprüchen
nicht gerecht wird.
Zizmann appelliert deshalb an die Streitparteien, zu einer neuen
Sachlichkeit zurückzukehren, die allein dem Patienten gerecht werden
könne. Da die Heilpraktiker nicht von den gesetzlichen Krankenkassen
alimentiert werden, stellen sie sich gerne zur Verfügung, um dazu
beizutragen. Die Patienten der Heilpraktiker hätten darüber hinaus
längst ihr Urteil gefällt, in dem sie den naturheilkundlichen
Arzneimitteln durch die Bezahlung aus der eigenen Tasche zu ihrem
heutigen hohen Ansehen verholfen hätten. Trotz dieser direkten
Belastungen des eigenen Portemonnaies hätten sich die kranken
Menschen in unserem Land verstärkt den naturheilkundlichen
Arzneimitteln zugewandt. Dies sei umso erstaunlicher, weil die
öffentliche Polemik gegen naturheilkundliche Mittel, deren
Widersacher und die überzogenen Zulassungsbedingungen für diese
Mittel in den letzten Jahren gewaltig zugenommen hätten. Allein die
guten Erfahrungen mit naturheilkundlichen Arzneimitteln hätten zu
deren Erfolg geführt, der nun selbstverständlich zahllose Neider
geschaffen habe. Zweifellos gehörten naturheilkundliche Arzneimittel
in die Positivliste. Dies entspreche nicht nur der Realität des
Arzneimittelmarktes, sondern werde auch von der überwiegenden
Mehrheit der Bevölkerung gewünscht.
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