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Enttäuschung über das Desinteresse der Politiker

Freudenstadt (ots) - Von 673 Bundestagsabgeordneten antworteten nur 22. In einem persönlichen Anschreiben bat der Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZÄN) die Bundestagsabgeordneten um eine Stellungnahme, wie sie zu ärztlichen Naturheilverfahren stehen und ob sie sich für deren Erhalt einsetzen. Er schicke allen Abgeordneten seine 8 Leitthemen für eine moderne Gesundheitspolitik und bat um Stellungnahme. Von den 22 Antworten teilten 8 lediglich mit, sie haben das Schreiben weitergeleitet. Die meisten Antworten enthielten Allgemeinplätze oder Passagen aus dem gesundheitspolitischen Programm der jeweiligen Partei. Die wenigsten Bundestagsabgeordneten nahmen dezidiert Stellung zu den 8 Leitthemen; keine ausführliche Stellungnahme zu Naturheilverfahren kam von Bündnis 90/Die Grünen.

Bei alledem ist der Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (ZÄN) kein unbedeutender Verband, er ist der Größte seiner Art in Europa. Seine 8000 Ärzte, die rund 26 Millionen Bürger dieses Landes jedes Jahr behandeln, sehen die Naturheilverfahren hierzulande infolge von Gesetzgebung und Bürokratie als höchst gefährdet an. Um hier ein Bewusstsein für die Probleme zu schaffen, erarbeitete der ZÄN seine 8 Leitthemen und erläuterte sie ausführlich:

1. Gleichstellung der Methoden und Medikamente der ärztlichen Naturheilverfahren mit anderen Fachgebieten der Medizin.

2. Erhalt der Pluralität in der Medizin nach individueller ärztlicher Entscheidung.

3. Sicherung des Fortbestandes der Methoden der ärztlichen Naturheilverfahren.

4. Sicherung des Fortbestandes der naturheilkundlichen Arzneimittel.

5. Förderung der Erforschung der Methoden und Medikamente

6. Entscheidung nach Sachverstand und Einbinden der Fachkompetenz in Gremien und Ausschüssen.

7. Angemessene Honorierung, damit die Methoden entsprechend angewandt werden.

8. Integration der in Deutschland üblichen ärztlichen Naturheilverfahren in die europäische Gesundheitslandschaft.

Vielleicht war das Interesse auch so gering, weil der ZÄN keine Beraterverträge, Spenden oder schwarze Koffer in Aussicht gestellt hat.


[19.09.02]
Quelle: Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZÄN)
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