Anti-Aging - eine uralte Domäne der Naturheilverfahren
Verfahren
der Naturheilkunde und Regulationsmedizin verbessern Lebensqualität
und Lebenserwartung mit natürlichen Mitteln
Freudenstadt (ots) - Naturheilkundlich orientierte Ärzte verstehen
unter dem Begriff Anti-Aging nichts anderes als Lebensberatung,
Prophylaxe und Behandlung von Befindensstörungen und
Alterskrankheiten mit den Methoden der Naturheilverfahren und
Regulationsmedizin. Das machte Dr. Antonius Pollmann, Präsident des
Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und
Regulationsmedizin e. V. (ZÄN) auf einer Pressekonferenz im Rahmen
des 103. ZÄN-Kongresses ärztlicher Naturheilverfahren in Freudenstadt
klar. "Der Arzt, der sowohl die Hochschulmedizin als auch die
insbesondere funktionell orientierte Regulationsmedizin beherrscht,
ist für Anti-Aging bestens geeignet, sagte der ZÄN-Präsident.
Geeignete präventive und therapeutische Wege seien in diesem
Zusammenhang die Funktionssteigerung, die Stimulation, Entgiftung,
Ausleitung und Störfeldbeseitigung und die Direktion, nicht jedoch
die Substitution von Hormonen.
Dr. Peter Loebel, Vorstandsmitglied des ZÄN, betonte, dass jede
präventive und therapeutische Maßnahme auch im Bereich Anti-Aging nur
dann zum Erfolg führen könne, wenn der Patient aktiv in die
"grundlegenden Prozesse von Selbstregulation und Selbstmanagement"
einbezogen werde. Dazu müsse der Arzt lernen, den Patienten
entsprechend anzuleiten. Diese Ansicht vertrat auch Prof. Dr. Ronald
Grossarth-Maticek vom Institut für präventive Medizin am Europäischen
Zentrum für Frieden und Entwicklung in Heidelberg. Der
Wissenschaftler betonte, dass umfangreichen Studien zufolge autonome
Menschen, die in ihrem Leben Sinnerfüllung, Wohlbefinden und
Sicherheit erfahren, seltener von schweren Krankheiten betroffen
seien als hilflose, in ihren Beziehungen gefangene Menschen. Diese
Zusammenhänge zwischen Verhaltenstyp, der individuellen Fähigkeit zur
Selbstregulation und Krankheitsverlauf sollten nach Ansicht von
Grossarth-Maticek stärker in präventive und therapeutische Strategien
einfließen. Insbesondere die Naturheilverfahren mit ihrem
regulationsmedizinischen Ansatz seien hervorragend geeignet, diese
Integration zu schaffen.
Prof. Dr. Heinz Schilcher, München, und Dr. Martin Adler, Siegen,
beide Vorstandsmitglieder des ZÄN, machten zum Abschluss der
Pressekonferenz auf die Probleme aufmerksam, mit denen
Naturheilverfahren derzeit zu kämpfen haben. Obwohl
Naturheilverfahren bei den Patienten gefragter denn je seien, würden
sie unter den derzeitigen politischen Verhältnissen "durch die
aktuelle Politik von innen ausgehöhlt" beklagte Adler. Phytopharmaka
beispielsweise würden heute nach strengeren Maßstäben beurteilt als
chemisch-synthetische Arzneimittel. Wenn diese Entwicklung anhalte
und den naturheilkundlichen Arzneimitteln auch weiterhin systematisch
die Unterstützung entzogen werde, "dann haben wir bald kein
Handwerkszeug mehr, um unsere Verfahren anzuwenden", brachte
Schilcher die derzeitige Misere auf den Punkt.
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