Mit den Wintertagen beginnt die Neurodermitis-Saison
Hamburg (ots) - Mit den kalten Tagen beginnt für viele die
Vorfreude auf Weihnachten. Neurodermitiker denken da anders. Sie
bangen vor dem ersten Schub, denn Winterzeit ist
Neurodermitis-Saison. Bekannt ist dieses Phänomen schon seit langem.
Heute verstehen die Hautärzte auch warum.
Schon Hippokrates wusste, dass Wetter und Klima die Gesundheit
beeinflussen. Heute verstehen wir zum Teil auch die Gründe. Zum
Beispiel im Fall der Neurodermitis. Durch eine Unterfunktion der
Talg- und Schweißdrüsen unterliegt die Haut eines Neurodermitikers
immer der Gefahr zu großer Trockenheit. In der Winterzeit steigt
dieses Risiko zusätzlich, denn durch die kalte und trockene Luft gibt
die Haut mehr Feuchtigkeit an ihre Umgebung ab. In dieser Zeit müssen
Betroffene besonders auf den Wasser- und Fettfilm ihrer Haut achten.
Wichtig ist regelmäßiges Eincremen der gesamten Haut. Zusätze wie
Harnstoff oder D-Panthenol können die Basispflege verbessern. Und da
selbst klares Wasser den Hautschutzfilm stören kann, sind
rückfettende Badezusätze und Duschlotionen für viele Patienten
sinnvoll.
Viele Neurodermitiker kennen die Last mit dem deutschen Winter und
fliehen so lange wie möglich in den Süden. Dort fühlen sie sich
einfach wohler in ihrer Haut. Dies liegt daran, dass die Haut weniger
Feuchtigkeit an die Umgebung abgeben muss. Ein ähnlich positiver
Effekt lässt sich bei einem Wechsel in ein Reizklima beobachten, zum
Beispiel an die Nordsee oder ins Hochgebirge. Und dies, obwohl in
diesen Gebieten eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht und
die Haut verstärkt austrocknet. Ein Widerspruch? Heute vermutet die
Medizin, dass sich aufgrund des Reizklimas alte Hautzellen besser
lösen und die Durchblutung sowie die Wärmeabgabe der Haut besser
gefördert werden. Das Hautrelief ebnet sich, die Haut wird glatter,
und es treten weniger Entzündungen auf.
Tritt doch ein Neurodermitis-Schub auf, so war bis vor kurzem eine
Behandlung mit Cortison häufig die letzte Rettung. Seit etwa einem
Jahr gibt es allerdings als Alternative cortisonfreie Cremes,
sogenannte Calcineurin-Inhibitoren wie zum Beispiel eine Creme mit
dem Wirkstoff Pimecrolimus. Sie verspricht ebenfalls eine schnelle
Wirkung gegen Juckreiz und Ekzem. Darüber hinaus ist es das erste und
einzige Medikament, das bei rechtzeitiger Anwendung eine Verlängerung
der beschwerdefreien Zeit verspricht.
Eine Patientenbroschüre über Neurodermitis und ihre Therapie mit
dem Wirkstoff Pimecrolimus kann kostenlos beim Deutschen
Neurodermitis Bund angefordert werden: Deutscher Neurodermitis Bund
e.V., Spaldingstraße 210, 20097 Hamburg, oder per Fax unter 040- 23
10 08.
[29.10.2003]
Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.