Die aktuelle Medien-Information zur Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (bis 10. Mai) im Internationalen Congress Centrum ICC Berlin
Haar (ots) - * Der international bekannte Haar-Spezialist Prof. Dr. Hans Wolff,
der in dem nachfolgenden Artikel zitiert wird, ist dort einer der
Referenten. Sein Vortrag am Freitag, 09. Mai, lautet:
"Androgenetische Alopezie: Aktuelle Therapie bei Mann und Frau"
Typisch Mann: Tiefe Stimme - hohe Stirn
Macho-Hormon Testosteron macht die Haare schlapp/Pille hilft
Wissenschaftler erkennen immer deutlicher: Der sprichwörtliche
kleine Unterschied ist wesentlich größer als die Verfechterinnen der
Frauenbewegung es wahrhaben wollen. Die Hormone von Frauen und
Männern verhalten sich wie "Engelchen" und "Teufelchen" zueinander:
Während die Östrogene einer Frau zu weichen, verführerischen Formen,
üppigen Haaren, rosiger Haut und glockenreiner Stimme verhelfen,
entwickeln sich Männer unter dem Einfluss ihres wichtigsten Hormons
Testosteron zu ungeschlachten Rabauken mit dröhnender Stimme und
kratzigem Gesicht.
Das in den männlichen Keimdrüsen gebildete Hormon bewirkt aber
nicht nur die Ausprägung der typischen Merkmale wie Bartwuchs,
Adamsapfel oder Prostata, sondern beeinflusst die gesamte körperliche
Entwicklung des Mannes. Es prägt seinen Körperbau, führt zu breiteren
Schultern, größerem Brustkorb und längeren Beinen. Es steigert auch
Aktivität und Leistungsfähigkeit und macht die Männer stärker und
schneller als die Frauen.
Als "Teufelchen" entpuppt sich Testosteron allerdings bei zwei
typisch männlichen Eigenheiten: Es erhöht nicht nur Aktivität und
Agilität, sondern trägt auch die Hauptverantwortung für das typische
"Macho-Gehabe", für Unduldsamkeit und Aggressivität. Außerdem ist es
maßgeblich am wohl größten kosmetischen Problem von Männern beteiligt
- an der Glatzenbildung.
Im männlichen Körper, insbesondere in der Prostata und in der
Kopfhaut, wird Testosteron zum Dihydrotestosteron DHT umgewandelt.
"Dieses Hormon, sozusagen der böse Bruder des Testosterons, ist für
die Entstehung des erblichen Haarausfalls entscheidend", konstatiert
*Professor Dr. Hans Wolff, Leiter der Haarsprechstunde der Münchner
Universitäts-Hautklinik. "Die erbliche Veranlagung zur Glatzenbildung
besteht bei etwa jedem zweiten Mann. Unter dem Einfluss des DHT kommt
es zu einer Schrumpfung des Haarfollikels. Dabei wird die
Wachstumsphase des Haares immer kürzer, die Haare fallen schneller
aus und das neu sprießende Haar wird immer feiner und dünner, bis
schließlich nur noch Baby-Flaum nachwächst".
Dermatologen können heute dieser verhängnisvollen Entwicklung mit
der Verordnung der Haarwuchs-Pille Propecia Einhalt gebieten.
Professor Wolff: "Mit dem Wirkstoff Finasterid von Propecia haben wir
zum ersten Mal ein Mittel zur Hand, um die Haarfolikel vor
Schrumpfung zu schützen. Weltweite Studien, an denen auch unsere
Münchner Abteilung beteiligt war, haben bei den mit Finasterid
behandelten Männern eine hochsignifikante Zunahme der Haarzahl und
auch der Haardichte bereits nach sechs Monaten gezeigt. In Zahlen
ausgedrückt: Bei 83 Prozent der Männer wurde der Haarausfall
gestoppt, bei 66 Prozent wurden die Haare sogar wieder dichter."
Fazit des Haar-Experten: "Damit ist der bisherige Lehrsatz, dass
gegen die männliche Glatze kein Kraut gewachsen sei, nachweislich
widerlegt."