Inkontinenz/Professor hilft Frauen mit schonender Operation
Beitrag in SAT.1 am 6. Juli 2004 um 22.15 Uhr
Berlin (ots) - Rund 7 Millionen Frauen leiden alleine in
Deutschland unter Blasen-, Darm- und Beckenbodenproblemen. Die
meisten Frauen sind nicht diagnostiziert und ausreichend
behandelt. Immer noch gibt es Hunderttausende Patientinnen, die an den
Folgen ihrer Erkrankungen verzweifeln. Mit einer neuartigen
OP-Methode könnte vielen geholfen werden.
Professor Dr. med. Klaus Goeschen aus Hannover zählt zu den
erfahrendsten Gynäkologen, die sich dem Thema annehmen. Ein Team von
SAT.1 besuchte den Mediziner und recherchierte, wie den betroffenen
Frauen schnell geholfen werden kann. In einem aktuellen Beitrag wird
SAT.1 am Dienstag, 6. Juli 2004, ab 22.15 Uhr in der Sendung Akte 04
das Tabuthema beleuchten.
Goeschen hat sich frühzeitig für eine Enttabuisierung eingesetzt.
Und auch die Krankenkassen haben das Potenzial erkannt: Einen ersten
Vertrag schloss Goeschen bereits Ende 2003. Dank der Vereinbarung
werden Patientinnen noch besser behandelt und gleichzeitig Kosten
gesenkt.
Frauen leiden millionenfach
Millionen Frauen leiden unter ständigem Harndrang, häufigem
Wasserlassen tagsüber und nachts, unkontrolliertem Harnverlust, haben
Rückenschmerzen oder Schmerzen im Unterleib oder auch beim
Geschlechtsverkehr. Diese Beschwerden sind oft bedingt durch eine
nachlassende Gewebespannung im Beckenbodenbereich und die Folge von
Geburten, Operationen oder Alter.
In den vergangenen Jahren wurden zwar zahlreiche neue Methoden
entwickelt. Aber auch heute noch sind oft Patientinnen trotz mehrerer
Operationen nicht geheilt, ihre Lebensqualität schwankt zwischen
katastrophal und unbefriedigend. Von den anfallenden Kosten für die
Krankenkassen ganz zu schweigen.
Goeschen entwickelte gemeinsam mit dem australischen
Urogynäkologen Professor Peter Petros ein Operationsverfahren, das in
über 80 Prozent der Fälle Heilung bringt. Mittlerweile wurden weit
mehr als 1000 Patientinnen im In- und Ausland von Goeschen operiert.
Da viele Patientinnen bereits älter sind, wird minimal invasiv,
beinahe unblutig und wenig belastend operiert.
Wegen der relativ schmerzfreien Methode können die Patientinnen
bereits rasch nach der OP aufstehen, benötigen keinen Dauerkatheter,
verbleiben nur wenige Tage im Krankenhaus und können kurze Zeit
später wieder ihrer Alltagsbeschäftigung nachgehen.
Die Behandlung verkürzt die Liegezeiten im Krankenhaus erheblich,
hat weniger Folgeoperationen und bringt die Betroffenen schneller in
ihren Lebensrhythmus zurück. Die Lebensqualität wird schnell und
erheblich gesteigert.
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