Gemcitabin setzt neue Standards in der Behandlung von Brust- und Eierstockkrebs
Bad Homburg (ots) - Bei der Jahrestagung der American
Society of Clinical Oncology, der wichtigsten internationalen
Fachtagung im Bereich Krebsmedizin, wurden positive Ergebnisse für
das Krebsmedikament Gemcitabin (Handelsname Gemzar(R)) vorgestellt.
Zwei Studien zeigen, dass mit Gemcitabin bei Brustkrebs sowie bei
Eierstockkrebs wichtige Therapiefortschritte erzielt werden können.
Bei Frauen mit Wiederauftreten eines Eierstockkrebs konnte gezeigt
werden, dass die Kombination von Gemcitabin mit dem Platinderivat
Carboplatin das Wachstum des Tumors länger aufhält als eine
Monotherapie mit Carboplatin. Wichtiger Vorteil für die Patientinnen:
Durch die Kombinationsbehandlung erfahren sie aufgrund der guten
antitumoralen Wirkung eine bessere Lebensqualität und haben weniger
Schmerzen. Mit ca. 8.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Eierstockkrebs
zwar ein relativ selten auftretender Tumor, doch stellt er aufgrund
der hohen Sterblichkeit und der meist sehr spät gestellten Diagnose
eine hohe therapeutische Herausforderung dar. "Die Kombination aus
Gemcitabin plus Carboplatin ist eine neue Therapieoption für die
Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs, die
schon einmal auf eine Therapie mit Carboplatin angesprochen haben und
einen Rückfall erleiden", sagte Studienleiter Professor Jacobus
Pfisterer von der Universitätsfrauenklinik Kiel. "Die
Kombinationsbehandlung erfolgte ohne Schädigung des Nervensystems und
Haarausfall", hob Pfisterer zwei für die Patientinnen wichtige
Aspekte hervor. Die Studie wurde von der Arbeitsgemeinschaft
Gynäkologische Onkologie (AGO) durchgeführt und ist die Grundlage der
gerade erfolgten Zulassungserweiterung für Gemcitabin in Deutschland.
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Bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs kann mit einer
Kombinations-Chemotherapie aus Gemcitabin und dem Taxan Paclitaxel im
Vergleich zu einer Paclitaxel-Monotherapie das Überleben verlängert
und die Lebensqualität verbessert werden, so die Zwischenauswertung
einer Phase-III-Studie. "Die Kombination von Gemcitabin mit dem Taxan
ist ein neuer Standard, der Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs
angeboten werden kann, wenn der Tumor nach einer
Anthrazyklin-Vorbehandlung erneut auftritt", sagte Professor Kathy
Albain von der Loyola University in Chicago.
Gemcitabin, seit 1996 auf dem deutschen Markt, ist heute nicht
mehr aus der Therapie solider Tumoren wegzudenken. Zunächst
eingeführt für die Therapie des fortgeschrittenen
Bauchspeicheldrüsenkrebs, wo es schnell zum Standard avancierte,
folgten dank intensiver klinischer Forschung bald weitere
Indikationen: So wurden Gemcitabin-basierte Kombinationen beim
nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC), beim
Harnblasenkarzinom, beim metastasierten Brustkrebs und kürzlich beim
Eierstockkrebs zugelassen. Damit ist es das erste moderne
Zytostatikum, das bei fünf verschiedenen Tumoren zugelassen ist.
Eli Lilly and Company, eines der weltweit führenden
pharmazeutischen Unternehmen mit vier Standorten in Deutschland,
setzt auf Forschung und Innovation. Das Unternehmen hat in den
eigenen Forschungslaboratorien und in Zusammenarbeit mit
internationalen Forschungsorga-nisationen neue Behandlungsansätze und
Technologien entwickelt, die in den Kernbereichen Zentrales
Nervensystem, Endokrinologie, Herz-/Kreislauferkrankungen, Onkologie,
Osteoporose, Infektionskrankheiten und Urologie eingesetzt werden.
Die intensive wissenschaftliche Forschung und die sich daraus
ergebenden Erkenntnisse sind der Grund dafür, dass die meisten
Medikamente des Unternehmens zu den führenden ihrer Klasse gehören.
Lilly gibt Antworten - in Form von Arzneimitteln, Informationen und
Aufklärung - auf einige der dringlichsten Fragen in der Medizin.
Lilly Deutschland ist vom Wirtschaftsmagazin Capital als einer der
besten Arbeitgeber Deutschlands 2004 ausgezeichnet worden und erhielt
den Sonderpreis für Chancengleichheit.