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Genießen wie am Mittelmeer/Fit und gesund mit mediterraner Ernährung

Bonn (ots) - Ob griechischer Lamm-Auflauf mit Kartoffeln und Zucchini oder feine italienische Kalbsschnitzel mit Spinat - die mediterrane Küche erinnert an sonnige Urlaubstage. Schon seit einigen Jahren sorgen Spezialitäten aus der Mittelmeer-Region für Abwechslung in der heimischen Küche. Damit nicht genug: Ernährungswissenschaftler fanden heraus, dass die südländische Ernährungsweise auch besonders gesund ist. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten wie Darm- oder Lungenkrebs treten in Mittelmeerländern wesentlich seltener auf als in anderen europäischen Staaten. Der Grund: Die mediterrane Kost besteht aus einer ausgewogenen Mischung aus Gemüse und Obst sowie Fleisch, Fisch und Getreideprodukten. Ausgewogene Mischung bedeutet: In den Speisen der mediterranen Küche sind alle wichtigen Schutzstoffe enthalten.

Fleisch ist ein wesentlicher Bestandteil in der mediterranen Küche. Im Vergleich zu anderen EU-Staaten haben die Mittelmeerländer den höchsten Verbrauch an rotem Fleisch. Zu den Spitzenreitern zählen Spanien, Frankreich und Italien. Aus gutem Grund: Fleisch ist nicht nur Grundlage zahlreicher kulinarischer Gaumenfreuden - angefangen bei Vorspeisen wie italienisches Rindfleisch-Carpaccio bis hin zu delikaten Hauptgerichten wie Côte de Veau, den zarten Kalbskoteletts aus der französischen Küche - Fleisch enthält zudem zahlreiche lebenswichtige Nährstoffe. Es ist eine hervorragende Quelle für hochwertiges Eiweiß und verschiedene Mikronährstoffe. Dazu gehören Vitamin A, die B-Vitamine - Vitamin B12 ist zum Beispiel ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten - sowie Folat, Eisen, Zink und Selen.

Vitamin A, Selen und Zink spielen bei der Vorbeugung von Darm-, Brust- und Prostatakrebs eine wichtige Rolle. Studien zufolge unterdrückt Selen das Tumorwachstum.

Zink hemmt das Wachstum von Krebszellen bei Prostatakrebs. Auch Folsäure wird eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben. Eine Ernährung, die nur wenig Folsäure enthält, erhöht unter anderem das Risiko für Darmkrebs. Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung. Gleiches gilt für Eisen. Das Spurenelement ist an der Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin und damit an der Sauerstoffaufnahme im Blut beteiligt. Nicht zu vergessen: Fleisch ist ebenfalls eine gute Quelle für einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren - darunter die Omega-3-Fettsäuren, die vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen können. Auch Fisch und Pflanzenöle wie Rapsöl verfügen über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.

Gegenüber pflanzlichen Produkten hat Fleisch einen entscheidenden Vorteil - die hohe Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, der menschliche Körper kann Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe aus Fleisch wesentlich besser verwerten als aus Obst, Gemüse und Getreide. Werden allerdings tierische und pflanzliche Nahrungsmittel gemeinsam verzehrt, wird auch die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe aus Obst und Gemüse erhöht. Damit wird deutlich, dass Fleisch ein wichtiger Baustein in der ausgewogenen Ernährung ist. Die mediterrane Küche ist der beste Beweis dafür. Natürlich muss man nicht ans Mittelmeer reisen, um sich gesund zu ernähren. Die deutschen Agrarprodukte liefern sämtliche Zutaten für die gesunde und vielfältige mediterrane Küche.


[21.10.2002] Quelle: CMA
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