Neu - Keuchhusten-Impfung auch für Erwachsene empfohlen: Keuchhusten bei Erwachsenen? Kein Kinderspiel!
Mühltal (ots) - Keuchhusten war kein Thema für die 26-jährige
Carina. Bis sie im Frühjahr selbst daran erkrankte und wochenlang
unter massiven Schlafstörungen zu leiden hatte. Was sie um den Schlaf
gebracht hat, waren heftige Hustenattacken, die soweit führten, dass
sich Carina regelmäßig übergeben musste. Die Folge: Ihr Körper war
derart geschwächt, dass sie über Wochen nicht zur Arbeit gehen
konnte. Carina ist kein Einzelfall. Immer häufiger sind es
Jugendliche und Erwachsene, die an Keuchhusten erkranken. Häufig
vermuten Betroffene eine hartnäckige Erkältung oder Bronchitis
dahinter, so dass der Keuchhusten oft unerkannt bleibt. Deshalb gilt:
Besser mit einer Impfung vorsorgen. Jugendliche und Erwachsene können
sich mit einem Kombinationsimpfstoff gleichzeitig gegen Keuchhusten,
Kinderlähmung, Diphtherie und Tetanus schützen.
Keuchhusten ist längst keine Kinderkrankheit mehr: Vier von fünf
Patienten sind älter als 15 Jahre. Oftmals waren sie als Kind
erkrankt oder geimpft. Der Schutz vor Keuchhusten ist jedoch zeitlich
begrenzt: Ob nach Erkrankung oder Impfung, hält er nur etwa 10 bis 15
Jahre.
Gegen Kinderlähmung sind laut Ständiger Impfkommission (STIKO)
vier Impfungen zum Aufbau eines vollständigen Schutzes nötig. Wer
weniger Immunisierungen erhalten oder seinen Impfpass verlegt hat,
sollte die Schutzlücke möglichst bald schließen.
Fällige Immunisierungen gegen Keuchhusten und Kinderlähmung sollte
man zeitgleich mit den Auffrischimpfungen gegen Tetanus und
Diphtherie vornehmen. Letztere sind für Erwachsene in zehnjährigem
Abstand empfohlen. Mit einem Vierfach-Impfstoff ist der Schutz vor
Keuchhusten, Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung mit einer einzigen
Spritze wieder komplett.
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