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Hepatitis-Infektionen werden oft nicht erkannt

Hamburg (ots) - Unerkannt leberkrank: Hepatitis-Infektionen sind äußerst tückisch. Das gilt besonders für die B-Variante des Hepatitis Virus, das 100-mal ansteckender ist als Aids und oft nicht oder erst sehr spät erkannt wird, wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe berichtet. Die Symptome sind schwer einzugrenzen und reichen von Müdigkeit, Übelkeit und Fieber bis zur Gelbfärbung der Haut.

Die gefährliche B-Variante des Virus wird vor allem sexuell weitergegeben und kommt in fast allen Körperflüssigkeiten (Blut, Muttermilch, Speichel) vor. Es kann schon über kleinste Verletzungen in den Körper gelangen. Bei zehn Prozent der Infektionen wird die Krankheit chronisch, und Medikamente bringen selten eine Heilung. Mögliche Folgen sind Leberzirrhose und -krebs. Den sichersten Schutz bietet eine Impfung.

VITAL beschreibt in seiner neuen Ausgabe alle Hepatitis-Viren. So wird die A-Variante des Virus meist über verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen. Die Infektion, gegen die es eine Impfung gibt, heilt aber völlig aus und hinterlässt einen lebenslangen Schutz. Hepatitis D kommt nur in Verbindung mit einer Hepatitis-B-Infektion vor und verbreitet sich ebenfalls über verunreinigtes Wasser und Lebensmittel. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor der Zweitinfektion.

Das Hepatitis-E-Virus wird fast ausschließlich über Trinkwasser verbreitet. Schwangere sollten unbedingt auf die Hygienebedingungen in Ländern wie Ägypten, Türkei oder Indien achten, da bei 25 bis 30 Prozent eine Infektion lebensgefährlich werden kann und es keine Impfung gibt. Hepatitis C wird in erster Linie über Blut übertragen, beispielsweise beim Piercing oder Tätowieren. Da es auch ohne Symptome aktiv sein kann, ist es besonders tückisch. Bei 50 bis 85 Prozent verläuft eine Infektion chronisch und das ist der häufigste Grund für eine Lebertransplantation. Da es keine Schutzimpfung gibt, ist eine frühe Diagnose wichtig. Medikamente können die Erkrankung in etwa 50 Prozent der Fälle ausheilen.


[30.10.02] Quelle: VITAL
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