Auch Diabetespatienten können erfolgreich im Hochleistungssport aktiv sein
Düsseldorf (ots) - Der U.S. Profigolfer und Diabetespatient Scott Verplank konnte mit
der Insulinpumpentherapie seinen Gesundheitszustand verbessern und
seine sportlichen Ziele realisieren
Der Profigolfer und Diabetespatient Scott Verplank verwendet zur
Behandlung seiner Krankheit eine Medtronic MiniMed Insulinpumpe und
erfüllt sich seinen Lebenstraum, als Mitglied des US Teams am lang
geplanten 34. Ryder Cup in De Vere Belfry, England vom 27. bis 29.
September 2002 teilzunehmen. In nur fünf Jahren schaffte es der
38jährige Scott Verplank von der PGA Tour Qualifying School auf Platz
10 der 2001 PGA Tourliste. Diese bemerkenswerte Leistung erregte die
Aufmerksamkeit des US Teamkapitäns für den Ryder Cup, Curtis Strange,
der ihn als eines der 12 Mitglieder des neuesten US Ryder Cup Teams
auswählte.
Diabetes und seine Implikationen
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die die
Glukoseaufnahme (z. B. über die Nahrung) in die Zellen behindert. Sie
tritt auf, wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert oder
zwar Insulin produziert, der Körper dieses jedoch abwehrt. Insulin
ist ein Hormon, welches zur Beförderung von Glukose im Blutstrom zu
den Körperzellen benötigt wird, wo dieses in Energie umgewandelt
wird. Die Krankheit tritt in zwei Formen auf: Typ 1 und Typ 2. Am Typ
1 leiden am häufigsten Kinder und Jugendliche. Sie machen ungefähr 10
Prozent aller Diabetesfälle weltweit aus.
Diabetes erreicht die Ausmaße einer Epidemie. Mehr als 150
Millionen Menschen leiden weltweit an Diabetes, und es wird davon
ausgegangenen, dass sich die Zahl der Fälle in weniger als 25 Jahren
auf 300 Millionen verdoppeln wird. Weltweit mehr als 5 Millionen
Menschen haben heute Typ 1-Diabetes mellitus, 395.000 hiervon sind
Kinder. In Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und
Großbritannien sind insgesamt zwischen 600.000 und 800.000 Patienten
vom Typ 1-Diabetes mellitus betroffen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Typ 1-Diabetes
mellitus Patienten ist 15 Jahre geringer als die der allgemeinen
Bevölkerung. Wird Diabetes über einen langen Zeitraum nicht richtig
behandelt, kann dies zu Erblindung, Nierenversagen und Amputation
führen. Diabetes ist ferner eine Hauptursache für
Herzgefäßkrankheiten und Impotenz.
Diabetes und die Insulinpumpentherapie
Ziel der Diabetesbehandlung ist es, den Blutzuckerspiegel streng
zu kontrollieren, da hierdurch der allgemeine Gesundheitszustand
verbessert werden kann, langfristige Komplikationen gemindert werden
können und auch die Lebenserwartung verlängert werden kann.
Tatsächlich ist es möglich, die Lebenserwartung um durchschnittlich
fünf Jahre zu verlängern und das Risiko von diabetesabhängigen
Augenkrankheiten um bis zu 76 Prozent, Nervenkrankheiten bis zu 60
Prozent und Nierenkomplikationen bis zu 56 Prozent zu reduzieren,
wenn eine Blutzuckereinstellung auf fast normalen Werten gehalten
wird. Patienten, die unter Typ 1-Diabetes mellitus leiden, benötigen
eine tägliche Insulinverabreichung. Für viele dieser Patienten
ermöglichen die Insulinpumpen eine genauere Kontrolle des
Blutzuckerspiegels, als andere Insulinverabreichungsmethoden,
einschließlich der Injektion.
Dr. David Kerr, beratender Diabetologe am Royal Bournemouth
Hospital in England kommentiert: "Die Insulinpumpentherapie ist eine
effektive, lebensfähige und realisierbare Therapie zur
Insulinverabreichung bei vielen Typ 1-Diabetes mellitus Patienten.
Die Insulinpumpe ahmt noch stärker die Funktion einer gesunden
Bauchspeicheldrüse durch die kontinuierliche Verabreichung von
Insulin in sehr kleinen Dosen rund um die Uhr nach, sogar während der
Patient schläft. Ärzte, deren Typ-1 Patienten ihre Krankheit mit
Insulininjektionen nicht unter Kontrolle halten konnten und mit ihrer
derzeitigen Behandlung nicht glücklich sind, entscheiden sich häufig
für Insulinpumpen als Alternative zur Injektion.
Eine Insulinpumpe ist ein kleines, batteriebetriebenes Gerät
(ungefähr in der Größe eines Pagers), das für Patienten im Umgang mit
ihrer Diabeteskrankheit Injektionen ersetzen kann. Für einen
Hochleistungssportler, wie Verplank, ermöglicht die Pumpe eine
größere Flexibilität während der Golfturniere und bietet ihm die
größtmögliche Kontrolle des Blutzuckerspiegels.
Scott Verplank vertraut neuer Diabetes-Therapie
Verplank schreibt einen großen Anteil an seinem aktuellen Erfolg
einer neuen Diät zu. Mit neun Jahren wurde bei ihm Diabetes vom Typ1
diagnostiziert. Verplanks frühere Behandlung bestand aus mehreren
Insulininjektionen täglich, die eine geregelte tägliche Routine zur
Kontrolle seines Diabetes erforderlich machte. Die konstanten
Anstrengungen zur Regulierung seines Blutzuckerspiegels, der
unkontrolliert steigen oder fallen kann, wirkten sich auf Verplanks
Spielweise und Lebensqualität aus. Eine ernste Ellenbogenverletzung
in den frühen 1990er Jahren stellte ein weiteres Hindernis für seine
Golf-Karriere dar. Sie zwang ihn zurück zur Qualifying School, um
seine Spielprivilegien in der PGA Tour wiederzuerlangen. 1999 begann
Verplank, eine Medtronic MiniMed Insulinpumpe zu verwenden, um seinen
Diabetes zu kontrollieren. Diese befreite ihn von den täglichen
Insulininjektionen. Im Jahr 2000 errang er seinen ersten PGA
Tour-Sieg seit über zwölf Jahren, als er die Reno-Tahoe Open in den
Vereinigten Staaten gewann. Dieser Sieg krönte eine Saison mit 16
Top-25-Platzierungen, die ihm Rang 22 auf der 2000 PGA
Tour-Money-List einbrachten.
Zu Beginn dieses Jahres wurde Verplank zum Gewinner des 2002 Ben
Hogan Award ernannt, der von der Golf Writers Association of America
an Personen verliehen wird, die trotz einer physischen Behinderung
oder einer schweren Krankheit weiterhin aktiv Golf spielen.
"Damit, die Vereinigten Staaten im Ryder Cup-Team vertreten zu
dürfen, ist ein Traum in Erfüllung gegangen", erklärt Verplank. "In
meiner Karriere gab es Hochs und Tiefs, insbesondere bei der
Behandlung meines Diabetes. Ich konnte durch die konstante
Unterstützung meiner Familie und durch eine erstaunliche Technologie
durchhalten. Unabhängig davon, ob ich mich auf dem Golfplatz befinde
oder nicht, kann ich meine Pumpe programmieren, Insulin abhängig von
meinem Blutzuckerspiegel abzugeben. So erhalte ich Kontrolle über
meinen Blutzucker. Dies wiederum bedeutet, dass ich meine Chancen für
einen verbesserten allgemeinen Gesundheitszustand erhöhe und viele
der Einschränkungen vermeiden kann, die normalerweise mit dieser
Krankheit verbunden sind. Meine Pumpe hat auch die täglichen
Insulininjektionen und strengen Essenszeiten überflüssig gemacht.
Meine Pumpe hat mein Leben wirklich verändert. Sie hat dafür gesorgt,
dass ich mich besser fühle, und sie hat mir geholfen, besser zu
spielen. Es ist, als ob sich eine ganz neue Welt eröffnet".
Peter Gerhardsson, Medtronic MiniMed Business Director Diabetes
für Europa, kommentiert: "Wir freuen uns, dass weltweit viele
Diabetiker ihren Umgang mit ihrer Diabetes durch die Verwendung von
Medtronic MiniMed Insulinpumpen verbessern können. Scott Verplanks
herausragende Leistungen sind eine Inspiration für uns alle, und für
viele Menschen mit Typ-1-Diabetes. Er hat gezeigt, dass Menschen mit
Diabetes das Leben führen können, das sie leben möchten und ihre
Träume ohne größere Behinderung ihrer Umstände verwirklichen können."
Medtronic MiniMed (www.minimed.com) konzipiert, entwickelt,
produziert und vermarktet fortschrittliche Infusionssysteme mit
Schwerpunkt auf der intensivierten Diabetes-Therapie. Zu den
Produkten des Unternehmens gehören unter anderem externe Pumpen und
die dazugehörigen Verbrauchsmaterialien sowie ein kontinuierliches
Glukosemesssystem. Medtronic Inc., mit Hauptsitz in Minneapolis, USA,
ist das weltführende Unternehmen in der Medizintechnologie, das
Menschen mit chronischen Krankheiten lebenslange Therapielösungen
bietet. Weitere Informationen finden Sie unter www.medtronic.de.
REDAKTIONELLE ANMERKUNG: Detaillierte Informationen über Diabetes
und die Insulinpumpen-Therapie sind unter www.medtronic.com/rydercup
erhältlich. Weitere Informationen über den 34. Ryder Cup finden Sie
unter www.rydercup.com.
Alle Aussagen über zukünftige Finanzergebnisse des Unternehmens
sowie zukünftige Zulassungen von Produkten sind auf die Zukunft
gerichtete Aussagen und unterliegen den Risiken und Unsicherheiten,
wie sie im Medtronic Geschäftbericht für das am 26. April 2002 endend
Geschäftsjahr auf Formular 10-K niedergelegt sind. Die tatsächlichen
Ergebnisse können wesentlich von den Voraussagen abweichen.
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