Nierenerkrankungen - Störungen im "Klärwerk des Körpers"
Frankfurt/M. (ots) - Sie sind das "Klärwerk" des menschlichen Körpers: die Nieren.
Diese beiden Organe regeln den Wasserhaushalt und sind für die
Ausscheidung von Giftstoffen zuständig. Außerdem produzieren sie
bestimmte Hormone und regulieren den Blutdruck.
Ein untrügliches Zeichen für eine Nierenerkrankung ist Eiweiß im
Urin. Besonders häufig entsteht speziell bei Frauen eine Blasen- und
Nierenbeckenentzündung, die so genannte Zystitis. Hierbei steigen
Bakterien über die Harnleiter von der Blase in die Nieren auf. Die
Früherkennung dieser Infektion ist besonders wichtig, weil eine
Nichtbehandlung oder Verschleppung der Krankheit schwere
Nierenschäden nach sich ziehen kann, sogar Nierenversagen.
Viele Nierenstörungen sind Folgeerscheinungen anderer Krankheiten
wie Entzündungen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Gicht und
Autoimmunkrankheiten. Aber auch die ständige Einnahme bestimmter
Schmerzmittel oder Antibiotika kann die Nieren schädigen.
Mit einer einfachen Urinuntersuchung kann der Arzt die
Nierenfunktion überprüfen. Im Labor können bereits kleinste Mengen
Eiweiß nachgewiesen werden. Außerdem weiß der Arzt anhand der
ausgeschiedenen Giftstoffe, ob eine Nierenstörung vorliegt.
Stoffwechselprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden,
finden sich bei Störung oder Ausfall der Ausscheidungsfunktion in
höherer Konzentration.
Die Vorsorgeuntersuchung Check-up 35, die Versicherte ab dem 36.
Lebensjahr alle zwei Jahre kostenlos - auch ohne Praxisgebühr - in
Anspruch nehmen können, klärt eventuelle Nierenerkrankungen mit einer
unkomplizierten Urinprobe ab.
Das Faltblatt "Nierenerkrankungen - Störungen im Klärwerk des
Körpers" informiert über Krankheiten und Früherkennung von
Nierenfunktionsstörungen. Es kann kostenlos beim Infozentrum für
Prophylaxe und Früherkennung IPF, Postfach 160434 in 60067 Frankfurt
bezogen werden.
Eine Vielzahl weiterer Gesundheits- und Vorsorgethemen sind
ebenfalls kostenlos beim IPF erhältlich, Texte von Broschüren und
Faltblättern sind zudem auf Deutsch und Englisch über die
IPF-Homepage abrufbar (www.vorsorge-online.de).
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