Innovation aus der minimal-invasiven Chirurgie bringt der Celon AG
nachhaltiges Wachstum - Ministerpräsident Matthias Platzeck:
"Bestätigung erfolgreicher Förderungspolitik"
Teltow (ots) - Die Celon AG, ein auf innovative medizintechnische Verfahren und
Instrumente spezialisiertes Unternehmen, erwartet nach dem zweiten
profitablen Geschäftsjahr 2003 auch für das kommende Jahr eine
Fortsetzung des kräftigen Wachstumskurses von rund 40 Prozent. Wie
der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Kai
Desinger am Donnerstag in Teltow erklärte, gründet sich sein
Optimismus auf einem bereits international angewandten und
patentierten Verfahren aus der minimal- invasiven Chirurgie, das
konventionell ausgeführte Operationen bei der Krebsbehandlung, in der
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie bei gutartigen
Prostatavergrößerungen nun ambulant beziehungsweise mit kleinen
chirurgischen Eingriffen schmerzfrei ermöglicht.
"Mit unserer Technologie sind wir selbst der sehr starken
amerikanischen Konkurrenz um ein bis zwei Jahre voraus", so Desinger
während eines Besuches des Ministerpräsidenten Matthias Platzeck
(SPD), der sich zusammen mit Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns
(CDU) und Gesundheitsminister Günter Baaske (SPD) über die
Erfolgsgeschichte des erst Ende 1999 gegründeten Unternehmens
informierte.
Das von der Celon AG entwickelte und erfolgreich eingesetzte
Verfahren, die bipolare Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie
(RFITT), entfernt durch einen lokalen Stromfluss gezielt und ganz
punktuell krankhaft wucherndes Gewebe. Besonders große Erfolge
verzeichnet die Celon-Methode beim Einsatz gegen ein Volksleiden: das
Schnarchen. Ein kurzer ambulanter Eingriff per Celon-Sonde durch den
HNO-Facharzt strafft überflüssiges Gewebe an Gaumensegel, Zungengrund
oder Nasenmuschel und gibt so den Betroffenen und ihren Partnern die
Nachtruhe zurück.
"20 Millionen Menschen schnarchen allein in Deutschland. Mit der
Celon Methode können fast alle Betroffenen schnell, nahezu
schmerzfrei und ohne Blutungen behandelt werden", sagte Desinger und
ergänzte: "Für den Patienten ist das Verfahren sehr viel schonender
nicht nur im Vergleich zum herkömmlichen chirurgischen Eingriff unter
Vollnarkose mit anschließendem Klinikaufenthalt, sondern auch zu
anderen Spezialmethoden wie der Laserbehandlung. Darüber hinaus ist
die Celon Methode erheblich effizienter und ökonomischer."
In Deutschland arbeiten bereits 180 HNO-Praxen und -Kliniken (rund
900 auf der ganzen Welt) mit der Celon -Methode. Mit ihr haben sich
weltweit schon 100 000 Patienten gegen das Schnarchen behandeln
lassen. Neben der HNO hat sich das Verfahren auch in der Urologie und
in der Onkologie (hier: Krebstherapie) bewährt. In der
Tumorbehandlung wird die Celon-Methode bereits zwei Monate nach
Markteinführung an mehr als 30 Referenzkliniken in ganz Europa
eingesetzt. Mit diesem neuen System können erstmalig Lebertumore von
bis zu fünf Zentimetern Durchmesser ohne chirurgische Intervention
komplett entfernt werden. Ebenso kann man mit der Celon-Methode die
gutartige Prostatavergrößerung erfolgreich behandeln.
Ministerpräsident Matthias Platzeck zeigte sich vor Ort von der
Innovationskraft, Dynamik und Leistungsfähigkeit der Celon AG
beeindruckt: "Am Beispiel der Celon AG sehen wir, dass die Menschen
in der Region die Ärmel hochkrempeln und mit Ideen und Engagement die
eigene Zukunft gestalten können. Die Landesregierung unterstützt sie
dabei mit einer erfolgreichen Strukturförderungspolitik."
Die Celon AG vertreibt ihre Produkte weltweit. Zwei Drittel des
Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland, vor allem in
Europa und Asien. "Unser vorrangiges Ziel ist es, unseren
technologischen Vorsprung gegenüber dem internationalen Wettbewerb
weiter auszubauen", erklärt Celon-Chef Desinger. "Dies können wir
jedoch nur erreichen, wenn wir auf unseren wichtigsten
Wettbewerbsvorteil - unsere Innovationskraft und Flexibilität -
fokussieren. Daher konzentrieren wir mehr als 40 Prozent unseres
Jahresbudgets auf die Bereiche Forschung und Entwicklung."