Verein "placet" kümmert sich um mittellose Terroropfer
Berlin (ots) - "Unser Ziel ist es, uns um die Menschen zu kümmern, die durch
Krieg, ethnische Verfolgung, Folter oder Minen verstümmelt wurden und
die in ihrem Heimatland nicht angemessen versorgt werden können",
sagte Ilse Friedrichs, Vorstand des Plastisch-Chirurgischen Centrums
für Terroropfer e.V., placet, auf dem heutigen Gründungstreffen.
placet will mittellosen Gewaltopfern durch plastische Chirurgie zu
einer würdevollen Rückkehr ins Leben verhelfen.
Neben Ilse Friedrichs und Vorstandskollegen Dr. Frank W. Peter vom
Klinikum Westend engagieren sich international rund 50 Bürger,
darunter Ärzte, Kaufleute, Journalisten und Künstler. So nahm die
bekannte Jazz-Sängerin Cynthia Utterbach ein eigens für placet
komponiertes Lied auf.
Die erste Patientin, der sich placet angenommen hat, ist die
20jährige Yuliya Bodachevska aus der Ukraine. Unbekannte hatten die
junge Ukrainerin bei einem Anschlag mit Benzin übergossen und
angezündet. Die Brandwunden haben ihr Gesicht bis zur Unkenntlichkeit
entstellt. Dr. Peter ist von den Möglichkeiten rekonstruktiver
Chirurgie überzeugt: "Frau Bodachevska soll dadurch endlich wieder
ihr selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben zurück gewinnen."
"Unsere gemeinnützige und international arbeitende Organisation
stellt ihre Arbeitskraft, Expertise und organisatorische Fähigkeiten
unentgeltlich zur Verfügung. Für alle anfallenden Kosten ist placet
daher auf Spendengelder einer breiten Öffentlichkeit angewiesen",
erklärt Prof. Dr. Gerhardt Wolff, Schatzmeister der Organisation. Das
Spendenkonto 27 417 00000 ist bei der Berliner Bank eingerichtet.
[22.10.02]
Quelle: placet e.V.
Bildquelle: placet - Centrum f. Plastische Chirurgie