Glaukom - eine schleichende Volkskrankheit
Berlin (ots) - Das Glaukom, im Volksmund "Grüner Star" genannt,
gelangt zunehmend zu einer traurigen Bekanntheit. Jährlich erkranken
ca. 1 Million neue Patienten in Deutschland an dieser Augenkrankheit,
die (anders als der "Graue Star") mit einer irreparablen Schädigung
der Sehkraft verbunden ist. Im Krankheitsverlauf verschwimmen die
Außenränder des Blickfeldes zunehmend und es kommt zum sogenannten
"Tunnelblick", der sich bis zur vollständigen Erblindung
weiterentwickeln kann.
Als sogenannten "IgeL" (individuelle Gesundheits-Leistung) bieten
Augenärzte eine Vorsorgeuntersuchung zum Glaukom an. Neigt ein
Patient aufgrund eines zu hohen Augeninnendrucks oder durch familiäre
Vorbelastungen zur Entwicklung eines Glaukoms, so kann dem konkreten
Entstehen oder seinem Fortschreiten häufig entgegen gewirkt werden.
Allerdings warnen viele Wissenschaftler davor, das Glaukom
ausschließlich auf der Basis des Augeninnendrucks zu behandeln.
Untersuchungen zeigen, dass das Glaukom als multifaktorielles Problem
verstanden werden muss. Dies bedeutet, dass neben dem Augeninnendruck
auch die Durchblutung des Auges verbessert, die Stabilisierung der
entsprechenden Nervenzellen sichergestellt und den an
Alterungsprozessen beteiligten "freien Radikalen" entgegengewirkt
werden sollte.
Es gilt als erwiesen, dass sich eine ausgewogene Ernährung positiv
auf die Sehkraft auswirkt und sich auch einem möglichen Glaukom
entgegenstellt. Allerdings zeigt sich, dass sich die Risikogruppe -
insbesondere ältere Menschen - oft nicht ausreichend mit einer
mikronährstoffreichen Ernährung versorgt. In diesen Fällen und in
Anbetracht der großen Erkrankungszahl raten Augenärzte immer häufiger
zu Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei sollten Präparate in Betracht
gezogen werden, die neben Vitaminen auch Substanzen zum Schutz von
Nervenzellen (z.B. alpha-Liponsäure) und zur
Durchblutungsverbesserung (z.B. Heidelbeerextrakt) beinhalten.
Wissenschaftler weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass
Nahrungsergänzungsmittel allerdings nicht als Ersatz für eine gesunde
Ernährung gesehen werden sollten, sondern diese komplettiert.
Interessierte Patienten sollten im Bedarfsfall ihren Augenarzt
befragen.
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