Heuschnupfen-Tablette erhöht Sicherheit am Steuer
Erfurt (ots) - Die Zeiten, in denen man nach Einnahme von
Allergiemedikamenten Einbußen in der Fahrtauglichkeit befürchten
musste, sind heute vorbei. Dies gilt zumindest für moderne
Antihistaminika der "zweiten Generation". Die neuen Wirkstoffe machen
nicht mehr müde und beeinträchtigen auch nicht die
Konzentrationsfähigkeit, die besonders bei längeren Autofahrten für
die Sicherheit am Steuer wichtig ist.
Mehr noch: ein konsequenter Einsatz von potenten Präparaten in der
Allergiesaison kann bei Pollenallergikern wesentlich zur Verbesserung
der Fahrtauglichkeit beitragen. Erleidet nämlich ein Patient eine
Niesattacke am Steuer, so legt er besonders bei hoher Geschwindigkeit
eine gefährlich lange Strecke sozusagen im Blindflug zurück. Die
rechtzeitige Einnahme moderner Antihistaminika kann dies verhindern.
Aber nicht nur die akute Symptomatik bereitet den Allergikern
Probleme. Prof. Dr. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und
Allergologie in Wiesbaden warnt auch vor den bislang wenig beachteten
Folgen eines Heuschnupfens für den gesamten Alltag: "Die Erforschung
der Zusammenhänge von Lebensqualität und Allergiebeschwerden hat
gezeigt, dass vor allem die Beeinträchtigung im sozialen
Zusammenleben und die Reduktion der Schlafqualität den betroffenen
Patienten besonders zu schaffen macht." Zu den allergischen
Symptomen, die die Nachtruhe empfindlich stören, gehört laut Klimek
insbesondere eine blockierte Nase. Die Folgen sind mitunter
gravierend: "In eigenen Untersuchungen konnten wir zeigen, dass die
Vigilanz von unbehandelten Allergikern gegenüber einem
Vergleichskollektiv von Gesunden erheblich eingeschränkt ist." Dem
gegenüber könne eine erfolgreiche Antihistaminika-Therapie zum
Beispiel mit dem Wirkstoff Ebastin sowohl die Schlafqualität als auch
die Wachsamkeit am Tage deutlich verbessern.
Für einige Patienten mit besonders starken Symptomen kann es nach
Auskunft des Hals-Nasen-Ohren-Arztes durchaus sinnvoll sein, die
Dosis zu erhöhen: "Dadurch kann die Einnahme systemischer
Kortikosteroide unter Umständen vermieden werden". Aufgrund des
nachgewiesenen Sicherheitsprofils gebe es für Ebastin auch die
Zulassung einer Dosisverdoppelung von 10 auf 20mg. Eine
Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit und der Fähigkeit zum Bedienen
von Maschinen sei selbst unter der erhöhten Medikamentendosis nicht
zu befürchten, so der Mediziner.
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