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Euro-Cent-Münzen sind allergiegetestet

Düsseldorf (ots) - Für Dermatologen sind allergische Reaktionen auf nickelhaltige Gegenstände alltägliche Praxis. Vor allem wenn empfindliche Menschen längere Zeit Modeschmuck oder Piercings tragen, kann es zu Rötungen oder sogar zu Hautausschlägen kommen. Dass jedoch der Umgang mit Euro-Münzen eine Nickelallergie hervorruft, ist dagegen wohl eher selten, da nur ein sehr intensiver Körperkontakt mit dem Metall bei Allergikern zu Reaktionen führen kann.

Bei der Zusammensetzung der Euro-Cent-Münzen fällt dem Kupfer die bedeutendste Rolle zu. Von den acht neuen Geldstücken enthalten sechs keinerlei Nickelzusätze, sie bestehen aus dem sogenannten "Nordischen Gold" oder aus Stahl mit einer Kupferauflage. "Nordisches Gold", also die 10, 20 und 50-Euro-Cent-Stücke, besteht aus 89 Prozent Kupfer. Die restlichen Metalle sind Zink (fünf Prozent), Aluminium (fünf Prozent) und Zinn (ein Prozent).

Ursprünglich wurde das "Nordische Gold" vor über zehn Jahren für die Schwedische Münzanstalt entwickelt. Zu den Anforderungskriterien zählten unter anderem, dass die Münzen keine allergischen Reaktionen hervorrufen sollten. Das neue Material musste also antiallergisch sein.

Mariann Sundberg, Direktorin der Scandinavian Copper Development Association, war aktiv an der Entwicklung der Kupferlegierung "Nordisches Gold" für die neuen Euromünzen beteiligt. Sie erinnert sich noch gut an die Diskussion über allergische Reaktionen: "Die schwedische Münzanstalt hatte Bedenken, weil Forschungen gezeigt hatten, dass andere traditionelle Münzmetalle bei bestimmten Personen zu Kontaktallergien führen können. Aus diesem Grunde entwickelten wir höchst raffinierte Kombinationen, um sicherzustellen, dass das Kupfer mit Metallen kombiniert wird, die diese Möglichkeit minimieren. Nordisches Gold war ideal, da es fast gar keine allergischen Reaktionen auslöste."

Ein weiteres Gesundheitsproblem war die Frage der Hygiene. Die tägliche Benutzung von Münzen kann es Bakterien sehr leicht machen, sich rasch von einer Person zur anderen zu verbreiten. Das zu 89 Prozent in den Euro-Cent-Münzen enthaltene Kupfer hat die einzigartige Eigenschaft, ein von Natur aus antibakterielles Material zu sein. Dieser hygienische Aspekt des Kupfers erklärt auch viele alltäglich Anwendungen von Kupfer, wie bei Türgriffen und Drückern in einem antiseptischen Umfeld, zum Beispiel in Krankenhäusern und öffentlichen Gebäuden.


[13.09.02] Quelle: Deutsches Kupferinstitut

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