Euro fördert Allergien
Hamburg (ots) - Euro-Münzen enthalten Nickel und dieses Metall
kann bei Allergikern zu Beschwerden führen. Bisher wurde die Gefahr
heruntergespielt. Schweizer Forscher schreiben jedoch in der
Fachzeitschrift "Nature", dass Euro-Münzen viel mehr Nickel abgeben
als etwa Schweizer Franken.
"Euro-Allergien kennt inzwischen jeder Hautarzt", sagt der
Allergologe Michael Häberle der ZEIT. Problematisch können die Münzen
für Menschen werden, die bereits eine Nickelallergie haben - dazu
zählt mittlerweile jede fünfte Frau unter 30.
Bei den Messungen der Schweizer Forscher übertraf die durch eine
Salzlösung aus den Münzen herausgelöste Nickelmenge den erlaubten
Grenzwert für nickelhaltigen Schmuck um das 300fache. "Das sind
Spitzenwerte im Vergleich mit anderen nickelhaltigen Münzen", sagt
der Dermatologe Frank Nestle, einer der Autoren der Studie, gegenüber
der ZEIT. Schuld an den hohen Nickelwerten ist nicht der absolute
Gehalt des Metalls, sondern sind die beiden unterschiedlichen
Legierungen, die den äußeren Ring und die innere Scheibe des Euros
bilden. Zwischen ihnen entsteht eine elektrische Spannung, wenn sie
durch Schweißfinger verbunden werden. Gefährdet allerdings sei nur,
sagt Nestle, wer direkten und dauernden Kontakt mit Münzen habe - vor
allem Bankangestellte, Kassiererinnen und Automatenentleerer.
Den kompletten ZEIT-Text (DIE ZEIT Nr. 38, EVT 12. September
2002) dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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