AIDS-Medikamente für Entwicklungsländer
Unterschiedliche Kennzeichnung der Ware stellt gezielte Hilfe sicher
München (ots) - Im März 2001 hat das Unternehmen Merck & Co., Inc.
(in Deutschland: MSD) den Preis seines AIDS-Medikamentes Indinavir
(CRIXIVAN(R)) für Entwicklungsländer, in denen mehr als ein Prozent
der Bevölkerung HIV-infiziert ist, drastisch gesenkt. Damit das
Medikament auch tatsächlich den Betroffenen in diesen Ländern zu Gute
kommt, wurden Verpackung und Kapseln anders gestaltet als bei der für
den europäischen und amerikanischen Markt bestimmten Ware.
In Europa und den USA wird CRIXIVAN(R) 400mg in einer Flasche mit
weißem Etikett und weißem Deckel angeboten. Der Schriftzug auf der
Kapsel ist grün. Im Gegensatz dazu hat die Flasche für CRIXIVAN(R)
400mg in den Entwicklungsländern ein hellgrünes Etikett und einen
dunkelgrünen Deckel. Die Kapseln sind mit einem goldenen Schriftzug
versehen. Die Kapsel selbst enthält jedoch in allen Ländern den
gleichen, qualitativ hochwertigen Inhaltsstoff, nämlich 400 mg
Indinavir.
Schutz vor Missbrauch
Derzeit sind weltweit rund 35 Millionen Menschen HIV-infiziert.
Rund drei Viertel von ihnen leben in Entwicklungsländern. MSD hat
durch die Preissenkung für Indinavir vielen HIV-Infizierten in diesen
Ländern eine lebensrettende Behandlung ermöglicht. Eine der
wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung der
HIV-Infektion bzw. von AIDS ist allerdings die regelmäßige Einnahme
der Medikamente. Wird ein Medikament unregelmäßig eingenommen,
entwickelt das HI (Humanes Immundefizienz)-Virus Resistenzen.
Es kann sich weiter vermehren, die Krankheit schreitet fort und
andere Menschen können mit dem resistenten Virus infiziert werden.
Aus diesem Grund ist eine lückenlose Versorgung der HIV-Infizierten
mit den entsprechenden Medikamenten unerlässlich. Die
unterschiedliche Gestaltung der Verpackung und Kapsel von CRIXIVAN(R)
400mg für Entwicklungsländer soll dazu beitragen, dass das Medikament
tatsächlich auch die Menschen erreicht, für die es bestimmt ist.
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