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Sexologie/Sexualtherapie

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 Thema: Endjahresgrüße
Beitrag von: allewech 24.12.2009 17:00 Seitenanfang 

Hallo Dr. Riecke,

ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Abend, ein erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in´s neue Jahr (natürlich im übertragenem Sinn;-)).

Liebe Grüße
Susi


Beitrag von: Bernhard_Riecke Antwort: 30.12.2009 23:11 Seitenanfang 


Hallo Susi,

danke für die Wünsche.

Auch Ihnen alles Gute für das neue Jahr!

Dr. Riecke


Beitrag von: allewech Antwort: 17.03.2010 01:10 Seitenanfang 

Hier hätte ich dann auch nochmal eine Frage,trifft wahrscheinlich auch Ihr Fachgebiet.;-) Man hört ja sehr viel von Missbrauch im Moment, wie ist das denn eigentlich mit den Spätfolgen? Es ist ja wohl so das Opfer durchaus ein über aktives Sexualleben führen können, also den Missbrauch damit kompensieren. Ist es auch so das Opfer ihr Sexualleben eher für sich leben können, sogar ohne Sexualleben? Ich weiß nicht wie ich das jetzt beschreiben soll... Fangen manche Opfer nur mit dem anderen Geschlecht etwas an, wenn sie es für notwendig halten? Um nicht aufzufallen? Halt wenn sie vermeintlich genötigt werden, was für Leute ohne diese Erfahrung absolut normal und keine Nötigung ist ist. Kann es sein das gerade dadurch die Sexualität noch mehr gestört/verwirrt wird, der Betroffene etwas verloren ist und nicht weiß wie "Liebe" wirklich geht und dadurch zu viel oder zu wenig davon lebt?
Aber die eigentliche Frage: Kann jemand durch Missbrauch
A sexuell werden, ich meine jetzt wirklich vom empfinden und leben her, oder ist es eher ein Schutzmechanismus der einem die Fiktion eines A sexuellen Seins vorgaukelt um sich selber zu schützen? Kann es sein das so jemand seine ganzen Gefühle nicht mehr direkt wahrnehmen kann sondern eher nachfühlt? Sich selber in sich oder andere hinein versetzen kann, aber mehr auch nicht. Das ist wirklich etwas verworren:-) Kann es sein das so jemand seine eigenen Gefühle einfach nur errät, sich in schwierigen Situationen einfach nur so verhält wie er meint das man sich verhalten müsste, es nachfühlt ohne es wirklich zu fühlen? Gibt es Menschen die gar keine Gefühle haben und sie nur erlernen ohne zu wissen ob sie welche haben?
Gibt es Gefühlszombies die erahnen was andere fühlen und sich danach richten in ihren Verhaltensweisen, aber nicht wissen was sie selber fühlen, nur denken das sie es wüssten.



Beitrag von: allewech Antwort: 17.03.2010 01:14 Seitenanfang 

...Kurzum (ganz wichtig die Frage) kann es Menschen geben die nicht fühlen können, sondern nur """Nachfühlen"""".

Ich hoffe ich überfordere Sie nicht:;-)Ich bin schon selber von mir überfordert.;-)

Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen.

Beste Grüße
Susi


Beitrag von: allewech Antwort: 17.03.2010 23:59 Seitenanfang 

Ich sollte vielleicht noch anmerken das ich nicht meine Neugierde im Bezug auf Missbrauchsopfer stillen möchte, durch diese ganzen Vorfälle sind nur alte Geschichten wieder wach geworden.
Es geht nicht darum andere zu verstehen, sondern ein paar Verhaltensweisen meinerseits.
Viele Grüße
Susi


Beitrag von: Bernhard_Riecke Antwort: 19.03.2010 21:31 Seitenanfang 

"Kann jemand durch Missbrauch
A sexuell werden, ich meine jetzt wirklich vom empfinden und leben her, oder ist es eher ein Schutzmechanismus "

Hallo Susi,

es ist ein Schutzmechanismus, der einer Retraumatisierung durch Wiederholung (wenn auch unter anderen personalen Modalitäten) vorbeugen soll.
Aus dem gleichen Grund fällt es den Opfern auch so schwer, darüber zu reden.

Übrigens enthielten Ihre Beiträge zu dem anderen Thema sehr kluge Gedanken, so dass ich mich teilweise gar nicht äußern musste.

Liebe Grüße

Dr. Riecke


Beitrag von: allewech Antwort: 19.03.2010 23:37 Seitenanfang 

Hallo Dr. Riecke,
danke für die Antwort und das Kompliment.

Wenn ich zu anderen in Gefühlsdingen kluge Dinge schreiben kann, sieht es für mein eigenes Gefühlsleben vielleicht doch nicht so düster aus, sag ich jetzt einfach mal so.;-)

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Viele Grüße
Susi


Beitrag von: allewech Antwort: 04.04.2010 07:59 Seitenanfang 

Hallo Dr. Riecke,

ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Ostertage.
Viele Grüße
Susi


Beitrag von: Bernhard_Riecke Antwort: 04.04.2010 15:24 Seitenanfang 



Ihnen auch frohe Ostern und Dank für Ihre Wünsche, ich bin mitten dabei.

B. R.


Beitrag von: allewech Antwort: 28.07.2010 00:38 Seitenanfang 

Hallo Dr. Riecke,
ich hätte da noch mal eine Frage.
Ich habe ja eine bipolare Störung die meiner Meinung nach aber nie so extrem war, was wohl auch stimmt sonst hätte ich sicher einige Probleme. Nun nehme ich ja die Lamotrigin und bin Stimmungsmäßig auf einem Level das zwischen neutral, schlechter und eher selten zum besseren besser schwankt. Mein Arzt meint dass das eine emotionale Täuschung wäre weil ich mein gute Laune Gefühl an der Manie festmachen würde, ich hingegen weiß das ich auch bessere Zeiten ohne Manie (Hypomanie, oder wie das heißt) hatte. Also meine ich das die Tabletten eher alle gute Stimmung hemmen und ich bin jetzt kein Fan davon mein Leben lang in einem neutralen Level zu verbringen, ohne auch mal länger gut drauf zu sein. Wenn ich gut drauf bin dann nur in dem Moment, sobald dieser Moment vorbei ist fällt die Klappe und es ist vorbei, das ist doch wirklich nichts was erstrebenswert ist. Mein Arzt meint auch das ich nicht depressiv sei weil ich ja die Termine einhalte und auch optisch nicht so aussehe, hm. Ich denke wiederum das ich in einer extrem depressiven Familie aufgewachsen bin und deshalb auch eine höhere Toleranzgrenze habe, zumindest nach außen (den Schein wahren) was aber nichts mit dem Inneren zu tun hat. Wobei ich auch der Meinung bin das Depressionen subjektiv sind, also wenn ich leichte habe und sehr darunter leide heißt es nicht das ich weniger Probleme habe als jemand der schwere hat und evtl. auf dem gleichen Leidenslevel ist, ich hoffe das ist verständlich. Jetzt meine Fragen, kann es sein das die bipolare Störung eigentlich keine große Rolle spielt und die Depressionen eine andere Ursache haben, also beides getrennt therapiert werden müsste Das vielleicht die Störung gar nicht in´s Gewicht viele wenn das andere Problem im Griff wäre? Und, Habe ich da wirklich eine total falsch Wahrnehmung das ich mich als depressiv fühle, der Arzt aber nichts wahrnimmt und sagt das er es wahrnehmen würde wenn es so wäre?



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